SPD Adlkofen

Zuhören, was die Landwirte bewegt

Gut zuhören, das wollten die beiden Landtagsabgeordneten Ruth Müller und Florian von Brunn. So kamen sie auf Einladung der Berger SPD zum Grillfest mit den örtlichen Landwirten. Gastgeber war die Familie Galloth, Bio-Bauern im oberbayerischen Farchach. Was die Abgeordneten zu hören bekamen, waren Sorgen und Nöte der Bauern, die sich vor allem nach dem Bienen-Volksbegehren im Frühjahr an den Pranger gestellt sahen. Ruth Müller, die im Landwirtschafts­ausschuss sitzt, und der Fachmann für Umwelt und Verbraucherschutz Florian von Brunn wechselten von Tisch zu Tisch, um mit Bio- wie konventionellen Bauern gleichermaßen ins Gespräch zu kommen. Sie machten sich Notizen, waren beeindruckt vom kameradschaftlichen Zusammenhalt der Landwirte und – trotz manchem Ärger – von der konstruktiven und engagierten Haltung der Bauern. Diese Eindrücke werden die beiden Politiker in ihrer Landtagsarbeit für alle Betroffenen gewinnbringend verwerten können.

Mischanbau von Mais kann ökologisch und ökonomisch sinnvoll sein

Bei einem vor-Ort-Termin an der Landesanstalt für Landwirtschaft in Freising informierte sich die agrarpolitische Sprecherin der BayernSPD Landtagsfraktion, Ruth Müller, über die Möglichkeit des Mischanbaus von Mais. Besonders in Mischung mit Stangenbohnen zeigt der Anbau erfolgversprechende Ansätze, um beispielsweise den Proteingehalt im Futter zu steigern. Frau Dr. Darnhofer von der LFL stellte klar, dass es noch einiger Versuche bedarf, um die richtigen Sorten bei der Stangenbohne zu finden.

Von Gleichberechtigung keine Spur: So gut wie keine Frauen in Chefetagen der Landwirtschafts- und Forstverwaltung

Agrarpolitische Sprecherin Müller: Echtes Armutszeugnis im Jahr 2019 - Gläserne Decken in den Behörden des Ministeriums besonders dick

Frauen sind in den Behördenleitungen der Land- und Forstwirtschaft Bayerns völlig unterrepräsentiert: Nur sage und schreibe drei der insgesamt 52 Behördenleitungen sind mit Frauen besetzt. Das hat eine Anfrage der agrarpolitischen Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Müller an die Staatsregierung ergeben. Müller, die auch frauenpolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, betont: "Besonders spannend ist die Tatsache, dass etwa in der Forstverwaltung in den letzten Jahren bei der Einstellung von Frauen zwar nachgebessert wurde. An der Verteilung in den Chefetagen ändert das aber offenbar gar nichts. Die gläserne Decke scheint in den Behörden von Ministerin Kaniber besonders dick zu sein. Getreu dem Motto: Eine Frau demonstrativ ganz oben an der Spitze, und damit ist es getan!"

SPD fordert millionenschweres Sofortprogramm für die bayerischen Wälder

Die SPD will die bayerischen Wälder fit für den Klimawandel machen und fordert ein umfangreiches Sofortprogramm zum Waldumbau. „Unsere Wälder leiden. Das sieht jeder, der mit offenen Augen einen Spaziergang durch die Natur macht“, sagt die forstpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Martina Fehlner. "Tatsächlich ist der Zustand der bayerischen Wälder zunehmend besorgniserregend. Angesichts sich wiederholender Dürreperioden stehen die Wälder unter Dauerstress. Vielerorts zeigen die Baumbestände eklatante und irreversible Schäden. Besonders reine Fichtenbestände werden in vielen Fällen keine Zukunft haben. Aber auch die bisher als robust geltende Buche zeigt teilweise erhebliche Schäden", erklärt Ruth Müller, die ebenso wie ihre Kollegin Fehlner Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft, Ernährung und Forsten ist: „Wir müssen heute handeln, wenn wir morgen noch gesunde und vitale Wälder haben wollen!“

Bayerns Hopfen in Gefahr - Gefährliches Virus wirkungsvoll bekämpfen

"Citrus Bark Cracking Viroids" in der Hallertau festgestellt - Monitoring-Programme müssen ausgeweitet werden

Nach der Bestätigung zweier Infektionen mit einer Viruserkrankung in der Hallertau in Parleiten im Ilmtal fordert die SPD-Landtagsfraktion mehr Unterstützung für die Hopfenpflanzer in Bayern. Die Abgeordnete Ruth Müller, selbst aus der Hallertau, zeigt sich besorgt: „Wir müssen alles versuchen, um weitere Infektionen der Hopfenpflanzen zu verhindern. Der Schaden für die Hallertau als wichtigstes Hopfenanbaugebiet weltweit wäre enorm und würde die Existenz vieler bäuerlicher Betriebe gefährden!“ Müller fordert, dass umgehend die bestehenden Monitoringprogramme ausgeweitet und die Forschung intensiviert wird.

Die neue Erkrankung ist auf das sogenannte „Citrus Bark Cracking Virod“ zurückzuführen, welches 1988 erstmals in Kalifornien nachgewiesen wurde. Bisher gab es in Deutschland keine Nachweise, jedoch sind Infektionen in Südeuropa bekannt. Seit dem Jahr 2007 wurden in Slowenien erstmalig Symptome am Hopfen beobachtet, Infektionen führten dort langfristig zum Absterben der Hopfenpflanzen. Als mögliche Übertragungswege kommen infizierte Pflanzen, Schneidwerkzeuge und Pflanzenreste in Betracht, Hauptwirte des Schadorgansimus sind Zitrusfrüchte.

Die bayerischen Hopfenpflanzer erzeugen ca. ein Drittel des Hopfens weltweit. Rund 1.000 Hopfenpflanzer bewirtschaften knapp 17.000 Hektar Hopfen und erzeugten in den vergangenen Jahren über 36.000 Tonnen Hopfen. Das weltweit größte Hopfenanbaugebiet ist die Hallertau.