Landwirtschaft & Forsten
Ruth Müller fordert genaue Auskunft und einen Tierschutz-Aktionsplan von der Staatsregierung
Umweltministerium muss mehr Verantwortung übernehmen - Tierschutzverstöße endlich konsequent aufklären - Verbesserung der Maßnahmen zum Schutz von Nutztieren
Angesichts eines erneuten Tierschutzskandals in einem Milchviehbetrieb im Oberallgäu fordert die SPD-Landtagsfraktion einen Tierschutz-Aktionsplan für den Milchviehbereich seitens der Staatsregierung und bessere Kontrollen der bayerischen Betriebe. Der tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Ruth Müller, dazu: „Was hat der zuständige Minister Glauber eigentlich seit der Aufdeckung des Tierschutzskandals in Bad Grönenbach im letzten Sommer unternommen? Offensichtlich viel zu wenig! Denn seitdem reiht sich ein schlimmes Vorkommnis im Allgäu an das andere.“ In einem aktuellen Video eines Tierrechtsaktivisten, welches dem Investigativjournal ARD Fakt vorliegt, ist zu sehen, wie teilweise abgemagerte Rinder kotbeschmiert in ihren eigenen Fäkalien stehen, eingepfercht in einem engen und dunklen Stall.
Umwelt- und Landwirtschaftsexperten der SPD-Fraktion verlangen Tierwohlreformen in der Landwirtschaft - Staatliches Tierwohllabel und härtere Sanktionen bei Verstößen sind überfällig
Die Umwelt- und Landwirtschaftsexperten der BayernSPD-Landtagsfraktion sind entsetzt über den neuesten Tierschutzskandal und fordern Aufklärung von den zuständigen Ministern Glauber und Kaniber.
Die Agrarsprecherin Ruth Müller erklärt: "Es ist an der Zeit, die Förderung für landwirtschaftliche Betriebe endlich gründlich zu überarbeiten: Nicht 'je größer und je mehr Tiere, desto mehr Förderung' darf länger die Maxime sein, sondern die Betriebe müssen gefördert werden, die das Wohl ihrer Tiere in den Blick nehmen und den Naturschutz beachten."
Die beiden SPD-Politikerinnen trafen sich in Grainet mit betroffenen Bauern sowie Vertretern vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Regen, um im gemeinsamen Gespräch Status Quo, Lösungsansätze sowie Perspektiven zu diskutieren.
„Die nachhaltige Landwirtschaft im Bayerwald ist bedroht!“ So begrüßte Grainets Bürgermeister Kaspar Vogl die Teilnehmer des Gesprächs. Die niederbayerischen Bauern - vor allem im Landkreis Freyung-Grafenau - kämpfen seit dem Sommer gegen eine massive Engerlingplage, die sich auch schon im vergangenen Jahr ankündigte. Die hektarweise Zerstörung von Dauergrünlandflächen durch die Maikäferlarven hat enorme Auswirkungen auf die Futtererträge der betroffenen Landwirte: Die Engerlinge fressen Grasnarben von unten her weg und die Landwirte müssen die Felder neu ansäen. Dadurch gehen oftmals mehr als die Hälfte der Futtererträge verloren, was für die betroffenen Betriebe mehrere Tausend Euro Schaden bedeuten kann. Die Parlamentarische Staatssekretärin Rita Hagl-Kehl, MdB – ehemaliges Mitglied im Landwirtschaftsausschuss des Bundestags – und Ruth Müller, MdL – Mitglied im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags - haben sich der Problematik angenommen und sich die Situation von betroffenen Bauern schildern lassen.
Landtagsabgeordnete Ruth Müller fordert Bayerische Staatsregierung zum Handeln auf
Gravierende Schäden
Die niederbayerischen Bauern besonders in den Landkreisen Passau, Freyung-Grafenau sowie Passau kämpfen seit dem Sommer gegen eine massive Engerlingplage. Die hektarweise Zerstörung von Dauergrünlandflächen durch die Maikäferengerlinge hat eine enorme Auswirkung auf die Futtererträge der betroffenen Landwirte. Die Engerlinge fressen Grasnarben von unten her weg und die Landwirte müssen in der Konsequenz die Felder neu ansäen. Mehr als die Hälfte der Futtererträge gehen hierbei oft verloren, was für betroffene Betriebe oft mehrere Tausend Euro Schaden bedeutet.