SPD Adlkofen

Tierschutzbund schlägt Alarm: Bayerische Tierheime können nicht von Corona-Hilfen profitieren

Tierheime können die Corona-Soforthilfen wegen Auszahlung der jährlichen Fundtier-Pauschale derzeit nicht beantragen - Präsidentin des Bayerischen Tierschutzbundes: "Zahlungsschwierigkeiten im Spätsommer sind vorprogrammiert"

Die Bayerischen Tierheime stehen derzeit vor einem großen Dilemma. Obwohl Vereine, die in der Regel die Tierheime in Bayern unterhalten, Soforthilfen beantragen können, können diese nicht ausgezahlt werden. Hintergrund: Die Vereine müssen einen akuten finanziellen Engpass nachweisen. Der ist im Moment aber nicht gegeben, weil die Kommunen kürzlich die sogenannte Fundtierpauschale für das ganze Jahr überwiesen haben. "Das heißt, viele Tierheime haben im Moment zwar Gelder zur Verfügung, diese müssen aber für das ganze Jahr reichen", erklärt die tierschutzpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Ruth Müller. "Der Kreis der Anspruchsberechtigten aus dem Soforthilfe-Programm Corona ist zwar seit dem 20. April auch auf Tierheime erweitert worden. Diese Angebote greifen bei den Tierheimen aber kaum. Hier muss die Staatsregierung dringend nachbessern."

Forschung in Bayern muss mit weniger Tierversuchen auskommen

SPD-Tierschutzsprecherinnen Fehlner und Müller: Freistaat muss alternative Forschungsmethoden mehr unterstützen - Bayern hat mit die meisten Tierversuche

Anlässlich des Internationalen Tags zur Abschaffung der Tierversuche am 24. April fordern die tierschutzpolitischen Sprecherinnen der SPD-Landtagsfraktion Martina Fehlner und Ruth Müller die Stärkung alternativer Forschungsmethoden ohne Tierversuche. „Bayern hinkt in diesem Bereich hinterher und muss sich hier zukunftsweisend aufstellen, wenn es seinem Ruf als Forschungsland gerecht werden möchte“, so Fehlner. „Leider fehlt es seitens der Staatsregierung an echtem Engagement, wenn es darum geht, Tierversuche zugunsten innovativer Ersatzmethoden zurückzufahren.“ Müller ergänzt: „Tierversuche sind in der Bevölkerung umstritten und aus meiner Sicht ethisch äußerst fragwürdig. Dort, wo alternative, qualitativ gleichwertige Forschungsmethoden zur Verfügung stehen, müssen wir von Tierversuchen wegkommen.“

Sozialen Zusammenhalt trotz Digitalisierung stärken

Landtagsabgeordnete ließ sich „Schule dahoam“ vorstellen

 

Das Maristen-Gymnasium in Furth ist seit vielen Jahren ein Vorreiter im Landkreis Landshut, was die Digitalisierung von Schule betrifft. Alle Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse sind mit Tablets ausgestattet, Schulbücher sind auf den mobilen Endgeräten der Kinder und Jugendlichen installiert – und es gab auch schon vor Corona viele digitale Kontaktmöglichkeiten innerhalb der Schulfamilie – auch auf den sozialen Netzwerken. „Trotzdem hat auch uns die Situation, von heute auf morgen 788 Schüler im Wesentlichen nur noch digital zu betreuen, natürlich ganz schön gefordert“, so Schulleiter Christoph Müller im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller. Sie wollte erfahren, wie Schüler, Eltern und Lehrer mit den neuen Herausforderungen zurechtkommen und welche Planungen es für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs für die Q12 gibt.

Ein Schub für die Digitalisierung

Arbeitsgespräch zur Situation von Schülern und Lehrern

 

Pfeffenhausen: „Wie funktioniert das „Home-Schooling - Lernen zuhause “ und welche Perspektiven gibt es für den Unterricht bis zum Ende des Schuljahres?“ – unter diesem Aspekt besuchte die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller die Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen in ihrer Heimatgemeinde in der ersten Woche nach den Osterferien. Durch Rektorin Gabriele Lechner bekam sie einen intensiven Einblick in die Umsetzung von „Home-Schooling - Lernen zuhause “ und die damit verbundenen Herausforderungen sowohl in technischer als auch emotionaler Weise.

„Wir hatten keine Zeit, die Schüler, die Eltern und Lehrer auf die veränderte Situation vorzubereiten“, erinnert sich Gabriele Lechner an Freitag, den 13. März. Um neun Uhr war die Pressekonferenz, gegen elf Uhr erschien das Schreiben aus dem Ministerium, auf dessen Grundlage sie einen Elternbrief erstellen musste, um die Schulfamilie über die Schulschließung nach dem Wochenende zu informieren Um 11.25 Uhr war für die ersten Grundschüler der Schultag beendet und sie mussten ihre Bücher und Informationen mit nach Hause nehmen. Über das Wochenende galt es ein Konzept für die „Schule daheim“ zu erstellen und zu vermitteln. „Wir haben Glück, dass wir mit unseren Lehrkräften, dem Elternbeirat und den Schülern eine sehr gute Erziehungspartnerschaft haben“, so Gabriele Lechner.

Arbeit, Kultur und Bildung im Mittelpunkt der Sondersitzung des Bayerischen Landtags

Wieder eine Sitzung im reduzierten Präsenzmodus – Ruth Müller, MdL als einzige Abgeordnete aus der Region Landshut dabei

 

Die 44. Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am Montag war zugleich wieder eine Sondersitzung des Parlaments, bei dem die 2. Lesung des Nachtragshaushalts auf der Tagesordnung stand. Genau wie die Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten steht auch dieser unter dem Eindruck von „Corona“. Aufgrund der Abstandsregeln durften auch dieses Mal wieder nur ein Fünftel der Abgeordneten daran teilnehmen. Als einzige Abgeordnete aus der Region Landshut nahm die Landtagsabgeordnete Ruth Müller an der Sondersitzung für die SPD-Landtagsfraktion daran teil. „Wenn nun Lockerungen beispielsweise beim Einkaufen, bei Sozialkontakten und beim Schulbetrieb kommen, dann brauchen wir auch klare Perspektiven für alle anderen Bereiche, wie es weitergehen soll“, so Müller. Die Veränderungen in der Arbeitswelt, die Umstellung auf Home-Office und Kurzarbeit betrifft viele Menschen. Umso wichtiger ist es, den Breitbandausbau zukunftsfähig zu gestalten und das Kurzarbeitergeld zu erhöhen. Viele Kulturschaffende hatten sich in den letzten Wochen an die Landshuter Abgeordnete gewandt, die Sorge um ihre Kulturstätten und ihre Existenz hätten. Deshalb hatte die SPD-Landtagsfraktion auch einen Haushaltsantrag für ein Kultursofortprogramm gestellt. Erfreulicherweise kündigte der Ministerpräsident in seiner Regierungserklärung eine monatliche Unterstützung von 1.000 Euro monatlich für rund 30.000 bayerische Künstler an.

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