Landwirtschaft & Forsten
Unsinnige Zerstörung von Weideflächen soll unterbunden werden – SPD-Antrag fand breite Zustimmung im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags
Die SPD-Landtagsfraktion hat sich heute (7. Oktober) im Landwirtschaftsausschuss mit ihrem Antrag zum Erhalt von Weideflächen in Bayern durchgesetzt. Gemäß EU-Verordnung muss Dauergrünland einmal in fünf Jahren umgepflügt werden, um nicht den Ackerstatus und damit an Wert zu verlieren. Das bedeutet aber, dass die Flächen nicht dauerhaft als Weiden für Tiere genutzt werden können. Die agrarpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Müller gibt sich mit diesem Irrsinn nicht zufrieden: „Wir können nicht immer mehr Tierwohl verlangen und dann den Landwirten Steine in den Weg legen, wenn sie ihre Tiere auf Weideflächen lassen!"
Ruth Müller kritisiert das nachlässige Vorgehen der Staatsregierung und fordern sichtbare Verbesserungen für das Tierwohl in der Rinderhaltung ein
Der heutige (24.09.) Bericht im Ausschuss für Umwelt und Verbraucherschutz zu den Tierschutzskandalen im Allgäu hat erneut bewiesen, dass Staatsregierung und Behörden im Freistaat gegen Tierrechtsverstöße in der Milchviehhaltung viel zu nachlässig vorgehen. Die BayernSPD-Landtagsfraktion fordert die Staatsregierung deshalb in einem aktuellen Antrag auf, eine unabhängige Expertenkommission „Tierschutz in der Nutztierhaltung“ in Bayern einzurichten und sich auf Bundesebene für eine Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung einzusetzen, die endlich auch Rinder bzw. Milchvieh berücksichtigt.
Der SPD Burglengenfeld liegen Umwelt- und Naturschutz am Herzen. Das haben die Sozialdemokraten bereits in mehreren Anträgen und Aktionen in den vergangenen Jahren zum Ausdruck gebracht, wie erst kürzlich mit einem Besuch beim Imkerverein Burglengenfeld/Maxhütte-Haidhof und des Bienenheims auf dem Karlsberg.
„Wir wollen uns immer vor Ort ein Bild machen und dabei die Arbeit von Ehrenamtlichen unterstützen“, so SPD-Ortsvorsitzender Peter Wein in seiner kurzen Begrüßung, „zumal der Imkerverein ein wichtiger Anker in der Vereinslandschaft unserer Stadt ist.“ Daher galt sein Dank dem Vorsitzenden Michael Schöberl und seinem Team, die sich nicht lange bitten ließen und sich im Bienenheim auf dem Karlsberg als hervorragende Gastgeber präsentierten. Schöberl, der von der mannigfaltigen Arbeit in der Imkerei berichtete, betonte besonders die große Verantwortung hinsichtlich des Erhalts der Artenvielfalt und der wichtigen Aufgabe, vor allem junge Menschen dafür zu sensibilisieren. So klappe beispielsweise eine Kooperation mit Schülerinnen und Schülern des Johann-Michael-Fischer-Gymnasiums hervorragend.
Agrarexpertin Ruth Müller: Die am drittstärksten frequentierte Landwirtschaftsschule in Niederbayern am Standort Landshut muss auch schließen - Rotstift wurde an der falschen Stelle angesetzt
Seit Ankündigung des bayerischen Landwirtschaftsministeriums, sieben Landwirtschaftsschulen in Bayern schließen zu wollen, mehren sich die Proteste gegen den Abbau der Schulstandorte. Auch die landwirtschaftspolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Müller steht den Schulschließungen kritisch gegenüber. Denn wie die Zahlen einer aktuellen Anfrage der SPD-Abgeordneten belegen, werden die landwirtschaftlichen Ausbildungsstätten wie in Landshut oder Mindelheim trotz ausreichender Anzahl an Studierenden geschlossen.
SPD-Agrarexpertin Ruth Müller zur aktuellen Meldung aus dem bayerischen Agrarministerium: Einwohnerstärkste Region Niederbayerns bietet künftig keine Ausbildungsplätze mehr in der Landwirtschaft an
Ruth Müller ist entsetzt über die aktuelle Entscheidung zur Schließung der Landwirtschaftsschule in Landshut: „Es ist unfassbar, dass Landshut von den angekündigten Schließungen betroffen sein wird. Wenn wir im Raum Landshut kein Ausbildungsangebot mehr im Bereich Landwirtschaft anbieten können, wird sich der Strukturwandel drastisch verschärfen.“
Die Abgeordnete fordert daher den stellvertretenden Ministerpräsidenten Aiwanger sowie die Abgeordneten in der Region auf sich mit ihrem ganzen Gewicht für den Erhalt der Schule einzusetzen: „Unser stellvertretender Ministerpräsident Aiwanger ist selber Landwirt und weiß was es bedeutet, wenn so eine wichtige Ausbildungsstätte für eine ganze Region wegfällt!“ so Müller, „mit ihm haben wir in der Region noch zwei weitere Vertreter der Regierungskoalition, die sich jetzt hier einbringen müssen, um das Ende einer 150jährigen Tradition zu verhindern!“