Allgemein
Die Kraft und die Überzeugung einzelner Frauen in der Reformation des 16. Jahrhunderts, war Vorbild für fünf Frauen, die in unserer Zeit in kirchlichen, politischen oder sozialen Berufen arbeiten. Sie gingen in einer Podiumsdiskussion der Fragestellung nach, ob Frauenpower ein Zukunftsmodell für die Kirche sein kann. Frauen, die ihre Kirche verändern wollen, gab es in der Geschichte schon immer. Viele landeten auf dem Scheiterhaufen, andere wurden über die Jahrhunderte vergessen. Nur wenigen gelang es, mit ihrem engagierten Wirken in unsere Zeit zu strahlen. Katharina von Bora, die Frau Martin Luthers, ist sicherlich die bekannteste weibliche Vertreterin der Reformation. Ihr und anderen Frauen war der Abend gewidmet. Auf Einladung der evangelischen Christuskirche diskutierten unter der Leitung der Altenheimseelsorgerin Dr. Nina Lubomierski, die Pastoralreferentin in der Diözese Passau Dr. Elfriede Schießleder, die gleichzeitig Vizepräsidentin des Katholischen Deutschen Frauenbundes und seit 2010 Vorsitzende des Landesverbandes Bayern ist, mit der evangelischen Pfarrerin der Hochschulgemeinde der TU München, Dr. Claudia Häfner sowie Ruth Müller, Sozialdemokratin und Mitglied des Bayerischen Landtags. Als Vertreterin der muslimischen Gemeinde nahm Sevim Kaya an der Podiumsdiskussion teil. Sie ist Gründerin des Vereins „TatBayern“, einer Gemeinschaft zur integrativen Unterstützung von Schülern und Eltern an Schulen. Das alle Frauen auf dem Podium ihren geschichtlichen Vorbildern an Überzeugungskraft und Einsatz in nichts nachstehen, wurde schon gleich zum Anfang deutlich.
Heute findet um 19.30 Uhr die Podiumsdiskussion „Frauenpower – ein Zukunftsmodell für die Kirche?“ in der Christuskirche statt. Anlässlich der beginnenden Reformationsfeierlichkeiten wird diskutiert, ob Frauen, die seit der Reformation eine wichtige, gesellschaftliche Rolle haben, diese auch in der Kirche wahrnehmen können. Die Moderation übernimmt die evangelische Altenheimseelsorgerin und Pfarrerin Doktor Nina Lubomierski. An der Diskussion beteiligt sind Doktor Elfriede Schießleder, Vorsitzende des katholischen Frauenbundes, Pfarrerin Doktor Claudia Häfner, evangelische Studierendenseelsorgeerin, Ruth Müller, Mitglied des bayerischen Landtags und Sevim Kaya, Gründerin von „TatBayern“.
Gleichzeitig wird in der Christuskirche die Wanderausstellung „Frauen der Reformation“ eröffnet. Die Ausstellung erzählt auf 19 Tafeln über Leben und Wirken von Frauen im 16. Jahrhundert
(Quelle Text: Landshuter Zeitung / Stadt Landshut / 28.10.2016)