SPD Adlkofen

Weiterhin für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität eintreten

Veröffentlicht am 28.02.2014 in Allgemein
“Wir können stolz auf unsere Geschichte sein”
Sozialdemokraten feierten ihr 95jähriges Bestehen vor Ort
 

Altdorf: “Wir können stolz auf unsere Geschichte sein”. Diese Kernaussage kennzeichnete die Festrede des

3. Bürgermeisters Georg Wild zum 95jährigen Bestehen der SPD vor Ort. Abseits von der aktuellen Tagespolitik feierten die Altdorfer Sozialdemokraten dieses Jubiläum, das ganz im Zeichen eines Rückblicks über den auch von der deutschen Geschichte mitgeprägten Verlauf des Vereinsgeschehens stand. In ihrem Grußwort ließ die Landtagsabgeordnete Ruth Müller den Weg der bayerischen Sozialdemokratie gezielt Revue passieren.

Im Beisein der Zeitzeugen Martin Lackermeier, Franz Leneis und Josef Sehofer skizzierte 3.Bürgermeister Georg Wild die Geschichte des SPD-Ortsvereines. Bei dieser Feier am Samstag im Gasthaus “Frauenbauer” er-innerte der Kommunalpolitiker an eine bewegte Vergangenheit des sozialdemokratischen Lebens vor Ort.

Nachdem die Sozialdemokraten in Altdorf bei der Reichstagswahl 1919 stolze 42 Prozent vor der “Bayerischen Volkspartei” mit 38,2 Prozent erzielten, schlossen sich einige Aktive zu einer Ortsgruppe zusammen, berichtete Georg Wild. Nach seiner Schilderung war dieses herausragende Ergebnis auf die damals hier dominante Bevölkerung aus Eisenbahnern, Ziegeleiarbeitern und in Landshut Beschäftigten zurückzuführen.

Als “Chronist” erwies sich Altbürgermeister Josef Sehofer. Nach seinen Worten hat er vor Jahrzehnten noch Zeitzeugen befragen können, die über das Geschehen zwischen 1919 und 1933 berichten konnten. Während des “dritten Reichs” war die SPD gänzlich verboten. Nach dem zweiten Weltkrieg entstand hier in Altdorf bald wieder eine kommunalpolitische Mitgestaltung durch Sozialdemokraten. Die Vorlage alter Fotos und Parteibücher ergänzten diese Schilderungen.

Aus ihrem kommunalpolitischen Alltag, den sie vor knapp 60 Jahren erlebten, berichteten Martin Lackermeier und Franz Leneis. Sie gehörten dem Altdorfer Gemeinderat bereits ab 1960 ununterbrochen 18 beziehungsweise 36 Jahre an. Nach deren Erzählungen haben hier insbesondere Franz Leneis und Walter Vogel als Vorsitzende den SPD-Ortsverein geprägt. Ab dem Jahre 1964 stellte die SPD in Altdorf mit Diplom-Ingenieur Hans Brandstetter sogar den ersten Bürgermeister.

Mit einer herausragenden Kommunalarbeit wartete, so Ortsvorsitzender Hans Seidl, die SPD in Altdorf von 1996 bis 2008 mit Bürgermeister Josef Sehofer auf. Während seiner Amtszeit wurde die kommunale Infrastruktur erheblich aufgewertet und ausgeweitet. Auch eine solide Finanzpolitik kennzeichnete dessen Arbeit.

In ihrem Grußwort ließ Ruth Müller, MdL den Weg der bayerischen Sozialdemokratie gezielt Revue passieren. Die Partei habe, wie die Landtagsabgeordnete hervorhob, für das Frauenwahlrecht gekämpft. Aus einem der ältesten SPD-Ortsvereine im Landkreis Landshut sei mit Christel Engelhard, die ebenfalls anwesend war, auch die hier erste stellvertretende Landrätin hervorgegangen. Die treuen Mitglieder ermunterte die Politikerin dazu, weiterhin für Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität eintreten zu wollen.

Aus Anlass dieses Vereinsjubiläums wurde auch Albert Pongratz für seine 60jährige Parteizugehörigkeit ausgezeichnet. In seiner Laudatio stellte Ortsvorsitzender Hans Seidl fest, der Geehrte sei 1954 in Landshut der Sozialdemokratie beigetreten und nun seit Jahrzehnten Bürger der Marktgemeinde Altdorf, nachdem er sich mit seiner Familie ein Wohnhaus in Pfettrach errichtet hat.

 

Bild: Der Parteijubilar Albert Pongratz und die Zeitzeugen Martin Lacker-meier, Franz Leneis und Josef Sehofer im Beisein der Fest- und Grußwortredner

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