
SPD-Politiker besichtigen die Pfarrhof-Baustelle
Vilsbiburg. Ein wohnlicher Ort ist der Pfarrhof neben der Pfarrkirche derzeit nur von außen: In den Räumen des 1718 in einem durchaus herrschaftlichen Stil erbauten Gebäudes sind die Bauarbeiter am Werk. Die Heizung muss aufgrund eines Schadens komplett saniert werden, die Elektrik braucht Aufmerksamkeit, der Keller ist schimmelig und zahlreiche andere kleinere Dinge sind zu erledigen.
Für Stadtpfarrer Peter König ist es eine nicht ganz einfach Situation, das machte er vor kurzem einer Delegation von SPD-Politikern unter der Führung der Landtagsabgeordneten Ruth Müller und ihres Fraktionskollegen Reinhold Strobl deutlich – denn wohnen kann der Geistliche wegen der Sanierungsarbeiten im Pfarrhof nicht, stattdessen wohnt König seit seiner Amtsübergabe in Vilsbiburg im Klösterl. Im Fokus der Besichtigung mit der SPD-Delegation stand die Frage des Pfarrers, ob man aus den Finanzmitteln des Denkmalschutzes etwas für die Pfarrhof-Sanierung bekommen könnte. Reinhold Strobl war hierfür als Mitglied des Landesdenkmalrates ein kompetenter Ansprechpartner. Ebenso weiß Peter Barteit als Kreisheimatpfleger einiges in Sachen Denkmalschutz. Beide machten deutlich, dass es Zuschüsse für den Mehraufwand bei einer Sanierung aufgrund des Denkmalschutzes geben könnte. Entsprechende Anfragen sollen an die zuständigen Stellen weitergeleitet werden, versprachen die SPD-Politiker.
Deutlich wurde im Zuge der Besichtigung auch, dass in den aktuell geplanten Umbaukosten von rund 400 000 Euro, an denen sich die zuständige Diözese Regensburg mit knapp der Hälfte der Summe beteiligt, einige weitergehende Maßnahmen gar nicht eingerechnet sind, wie beispielsweise eine energetische Sanierung des komplett ungedämmten Speichers. Für die bereits begonnenen Umbauarbeiten und für weitere Projekte, um den von den Neumarkter Benediktinern vor rund 300 Jahren gebauten Pfarrhof fit für die Zukunft zu machen, ist Pfarrer Peter König intensiv auf der Suche nach Spendern aus Bürgerschaft und Geschäftswelt, wie er deutlich machte. Schließlich sollen für die Sanierung nicht alle Finanzmittel der Pfarrei komplett aufgebraucht werden. Mit einer Fertigstellung der aktuell laufenden Umbauten sei übrigens Ostern 2017 zu rechnen, wie König den Besuchern zu berichten wusste. Erst dann kann er vom Klösterl in den ersten Stock des Pfarrhofs einziehen, im Erdgeschoss werden Büroräume der Pfarrei eingerichtet.
Text: Michael Betz