SPD Adlkofen

Emanzipation mal anders

Fast ausschließlich Männer beim Frauenempfang der SPD – Schlechte Quote: Kreistag nur zu 21 Prozent weiblich

Eggenfelden. Ein Frauenempfang ganz ohne Frauen – das hat man in der Bayern-SPD noch nicht erlebt. Gedacht als Veranstaltung, um an den internationalen Welt-Frauentag am 8. März zu erinnern, fehlte die Damenwelt am Montag nahezu gänzlich. Rednerin MdL Ruth Müller nahm es mit Humor: "Ich finde es toll, dass die Männer hier im Landkreis so emanzipiert sind, dass sie sogar auf Frauenveranstaltungen gehen."

100 Jahre Frauenwahlrecht

Ruth Müller, MdL lädt im Namen der BayernSPD-Landtagsfraktion zum Frauenempfang in den Gäubodenhof, Straubing

Die Landtagsfraktion der BayernSPD feiert 100 Jahre Frauenwahlrecht am Donnerstag, den 15. März um 19 Uhr mit einem Frauenempfang unter dem Motto „Starke Frauen braucht das Land“ im Hotel Gäubodenhof in Straubing, Theresienplatz 32. Nach der Begrüßung durch Ruth Müller, MdL folgt die Festrede zu 100 Jahren Frauenwahlrecht durch die stellvertretende Vorsitzende der BayernSPD-Landtagsfraktion, Margit Wild, MdL. Im Anschluss unterhält die in Landshut geborene Kabarettistin Michaela Dietl mit „Liedern und Geschichten“.

Kurt Eisner rief am 8. November 1918 nicht nur den Freistaat Bayern aus, sondern auch das Frauenwahlrecht. Tapfere Vorreiterinnen hatten für die Rechte von Frauen gegen viele Widerstände gekämpft. Zum ersten Mal in Deutschland durften Frauen dann bei der Bayerischen Landtagswahl am 12. Januar 1919 an die Wahlurnen.

Bis zum heutigen Tag ist in Sachen Gleichberechtigung von Frauen und Männern viel geschehen. Doch angesichts der nach wie vor anhaltenden Ungleichbezahlung im Job, sowie der schwierigen Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist man noch nicht am Ziel. Auch in den Parlamenten sind Frauen nach wie vor unterrepräsentiert. Es gibt noch viel zu tun. Auch darüber soll am kommenden Donnerstag gesprochen werden.

Zur besseren Planung wird um Anmeldung bis zum 14. März gebeten unter ruth.mueller.sk@bayernspd-landtag.de oder Tel. 0871/95358 300.

Still not loving GroKo, but….

66% der SPD Mitglieder haben sich für eine erneute Große Koalition ausgesprochen. Für diejenigen wie mich, die sich in den letzten Wochen und Monaten immer gegen die Neuauflage der GroKo ausgesprochen haben, war und ist das Ergebnis nur schwer zu verdauen.

Zum Weltfrauentag: Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern schließen

Gender Pay Gap in Bayern mit bis zu 38 Prozent besonders hoch - Niedrigere Löhne bedeuten kleinere Renten

Die frauenpolitischen Sprecherinnen Dr. Simone Strohmayr und Ruth Müller rufen anlässlich des Weltfrauentages am 8. März Politik und Wirtschaft zu stärkeren Anstrengungen für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern auf. "In Bayern ist die Lohnlücke besonders groß. Wir setzen uns daher für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bessere Bezahlung in Pflege- und Erziehungsberufen sowie mehr Aufstiegsmöglichkeiten ein. Niedrigere Löhne bedeuten auch kleinere Renten", erklärt Strohmayr. Das Statistische Bundesamt hat für Deutschland einen durchschnittlichen Gender Pay Gap von 21 Prozent errechnet. Im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau gibt es sogar eine Lohndifferenz von 38 Prozent, wie das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) im Februar 2018 bekannt gegeben hat. "Auch wenn die gut bezahlten Industriearbeitsplätze, die hauptsächlich mit Männern besetzt sind, das Bild verzerren, haben Frauen bei uns doch erheblichen Nachholbedarf", stellt die niederbayerische Abgeordnete Müller fest.

Wanderausstellung der Weiße-Rose-Stiftung macht Station im Landkreis Landshut

„Einer muss ja doch mal schließlich damit anfangen“, sagte Sophie Scholl mutig ihrem Richter und Mörder Roland Freisler vor dem Volksgerichtshof in München ins Gesicht. Am 22. Februar 2018 jährte sich zum 75. Mal die Ermordung der Geschwister Hans und Sophie Scholl.

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