
Gender Pay Gap in Bayern mit bis zu 38 Prozent besonders hoch - Niedrigere Löhne bedeuten kleinere Renten
Die frauenpolitischen Sprecherinnen Dr. Simone Strohmayr und Ruth Müller rufen anlässlich des Weltfrauentages am 8. März Politik und Wirtschaft zu stärkeren Anstrengungen für die gleiche Bezahlung von Frauen und Männern auf. "In Bayern ist die Lohnlücke besonders groß. Wir setzen uns daher für Vereinbarkeit von Familie und Beruf, bessere Bezahlung in Pflege- und Erziehungsberufen sowie mehr Aufstiegsmöglichkeiten ein. Niedrigere Löhne bedeuten auch kleinere Renten", erklärt Strohmayr. Das Statistische Bundesamt hat für Deutschland einen durchschnittlichen Gender Pay Gap von 21 Prozent errechnet. Im niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau gibt es sogar eine Lohndifferenz von 38 Prozent, wie das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) im Februar 2018 bekannt gegeben hat. "Auch wenn die gut bezahlten Industriearbeitsplätze, die hauptsächlich mit Männern besetzt sind, das Bild verzerren, haben Frauen bei uns doch erheblichen Nachholbedarf", stellt die niederbayerische Abgeordnete Müller fest.