SPD Adlkofen

Sozialdemokraten fordern Wohnungsbaugesellschaft im Landkreis Landshut

Zwei Seiten einer Medaille seien der wirtschaftliche Erfolg im Landkreis Landshut und der damit verbundene Zuzug, der in der Folge bald für 160.000 Menschen im Landkreis Heimat sein wird, stellt die Landtagsabgeordnete Ruth Müller fest. Umso wichtiger ist es, dass es genügend bezahlbaren Wohnraum für Studierende, Auszubildende, junge Familien, Alleinerziehende oder Seniorinnen gibt.

Als Lösung sieht die Landespolitikerin die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft, die vom Landkreis geführt wird und an der sich die Gemeinden des Landkreises beteiligen können.

Müller, die Landrätin im Landkreis Landshut werden will, weiß aus vielen Bürgeranfragen, dass sich der Mangel an bezahlbarem Wohnraum auch im Landkreis immer stärker bemerkbar mache. Obwohl es im Landkreis Initiativen wie die „Blaue Tür“ der Diakonie gebe, gebe es deutlich mehr Nachfrage als Angebot. Schon 2015 habe die SPD sowohl im Land als auch im Landkreis die Gründung einer eigenen Wohnungsbaugesellschaft gefordert. Dies müsse nun von den Landräten in Bayern nachdrücklich eingefordert werden, um dem Auftrag der Bayerischen Verfassung in Artikel 106 umzusetzen, der den Bau billiger Wohnungen als Aufgabe der Kommunen definiert.

Musterbeispiel für Integration

Mheddin Saho besucht Landtagsabgeordnete Ruth Müller im Bayerischen Landtag

 

Seit dem Wintersemester besucht der in Rottenburg wohnhafte Mheddin Saho den Master-Studiengang English-Studies an der Ludwig Maximilian Universität in München. Seit seiner Einreise nach Deutschland hat der Asylsuchende syrischer Abstammung innerhalb nur eines Jahres seine Sprachkenntnisse bereits soweit optimiert, dass er die deutsche B1-Prüfung ablegen konnte. Saho ist sozial bestens integriert und wohnt bei einem Ehepaar in Rottenburg, welches ihn in Angelegenheiten unterstützt, in denen er aufgrund seiner Behinderung Hilfe benötigt. Noch immer droht dem blinden Flüchtling allerdings die Abschiebung nach Spanien, welche ihn erneut dazu zwingen würde, bei Null beginnen zu müssen. Das Ehepaar Zierer hofft sehr, dass ihm dieser Schritt erspart bleibt und Mheddin bei ihnen wohnen bleiben kann. Auch die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller hatte sich bereits im Vorfeld unterstützend eingeschaltet. Bei einem gemeinsamen Besuch mit Gisela Zierer betonte sie gegenüber Herrn Saho noch einmal ihre Anteilnahme: „Mheddin Saho hat alles dafür getan, in Deutschland heimisch zu werden und sich in unsere Gesellschaft zu integrieren. Es wäre schade, wenn dieses Engagement umsonst gewesen wäre.“

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