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Regensburg. (bd) Zum Sektempfang anlässlich des Weltfrauentags trafen sich rund 100 Frauen auf Einladung der SPD-Landtagsabgeordneten Margit Wild im Andreasstadel. Darunter auch einige Männer. Wild verwies auf die Situation im Landtag, wo von 180 Abgeordneten, nur 50 Frauen sind, nicht einmal 30 Prozent. Im Bundestag sei die Frauenquote auf dem Tiefststand seit 1998. Von 709 Abgeordneten sind nur 218 weiblich, das sind 31 Prozent. Die wichtigsten Forderungen der Gleichberechtigung bei der Bezahlung, der Kinderbetreuung und der familienfreundlichen Arbeitszeit seien immer noch nicht vom Tisch. „Ich fühle mich manchmal in einer Zeitschleife gefangen“, sagte Wild, „weil wir in manchen Punkten seit zehn Jahren keinen Millimeter weiter gekommen sind“. Deshalb sei der Weltfrauentag so wichtig. Es für Frauen besonders wichtig, sich zu vernetzen. Aus ihrer langen politischen Karriere habe sie gelernt, dass Netzwerke ausschlaggebend seien. „Die sind aber bislang Männer-dominiert“, sagte Wild.
Text & Bild: Allgemeine Laber Zeitung
Fast ausschließlich Männer beim Frauenempfang der SPD – Schlechte Quote: Kreistag nur zu 21 Prozent weiblich
Eggenfelden. Ein Frauenempfang ganz ohne Frauen – das hat man in der Bayern-SPD noch nicht erlebt. Gedacht als Veranstaltung, um an den internationalen Welt-Frauentag am 8. März zu erinnern, fehlte die Damenwelt am Montag nahezu gänzlich. Rednerin MdL Ruth Müller nahm es mit Humor: "Ich finde es toll, dass die Männer hier im Landkreis so emanzipiert sind, dass sie sogar auf Frauenveranstaltungen gehen."
Die SPD-Landtagsfraktion erinnerte bei einem Info-Abend an 100 Jahre Frauenwahlrecht – „Es
gibt noch viel zu tun“
Vilshofen. Angela Merkel trägt bevorzugt Hosen. In den 70er Jahren war das den weiblichen Abgeordneten im Deutschen Bundestag noch untersagt. Ruth Müller hat noch mehr solcher Kuriositäten rund um die Gleichberechtigung auf Lager. Bis 1958 brauchte eine Frau vom Ehemann die Erlaubnis, den Führerschein machen zu dürfen. Drittes Beispiel: Im Landkreis Dingolfing-Landau verdienen die Männer im Schnitt 38,4 Prozent mehr als Frauen. Über die ersten beiden Argumente ließ sich noch schmunzeln, den dritten Punkt empfanden nicht wenige als Skandal.