SPD Adlkofen

Sozialen Zusammenhalt trotz Digitalisierung stärken

Landtagsabgeordnete ließ sich „Schule dahoam“ vorstellen

 

Das Maristen-Gymnasium in Furth ist seit vielen Jahren ein Vorreiter im Landkreis Landshut, was die Digitalisierung von Schule betrifft. Alle Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse sind mit Tablets ausgestattet, Schulbücher sind auf den mobilen Endgeräten der Kinder und Jugendlichen installiert – und es gab auch schon vor Corona viele digitale Kontaktmöglichkeiten innerhalb der Schulfamilie – auch auf den sozialen Netzwerken. „Trotzdem hat auch uns die Situation, von heute auf morgen 788 Schüler im Wesentlichen nur noch digital zu betreuen, natürlich ganz schön gefordert“, so Schulleiter Christoph Müller im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller. Sie wollte erfahren, wie Schüler, Eltern und Lehrer mit den neuen Herausforderungen zurechtkommen und welche Planungen es für die Wiederaufnahme des Schulbetriebs für die Q12 gibt.

Ein Schub für die Digitalisierung

Arbeitsgespräch zur Situation von Schülern und Lehrern

 

Pfeffenhausen: „Wie funktioniert das „Home-Schooling - Lernen zuhause “ und welche Perspektiven gibt es für den Unterricht bis zum Ende des Schuljahres?“ – unter diesem Aspekt besuchte die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller die Grund- und Mittelschule Pfeffenhausen in ihrer Heimatgemeinde in der ersten Woche nach den Osterferien. Durch Rektorin Gabriele Lechner bekam sie einen intensiven Einblick in die Umsetzung von „Home-Schooling - Lernen zuhause “ und die damit verbundenen Herausforderungen sowohl in technischer als auch emotionaler Weise.

„Wir hatten keine Zeit, die Schüler, die Eltern und Lehrer auf die veränderte Situation vorzubereiten“, erinnert sich Gabriele Lechner an Freitag, den 13. März. Um neun Uhr war die Pressekonferenz, gegen elf Uhr erschien das Schreiben aus dem Ministerium, auf dessen Grundlage sie einen Elternbrief erstellen musste, um die Schulfamilie über die Schulschließung nach dem Wochenende zu informieren Um 11.25 Uhr war für die ersten Grundschüler der Schultag beendet und sie mussten ihre Bücher und Informationen mit nach Hause nehmen. Über das Wochenende galt es ein Konzept für die „Schule daheim“ zu erstellen und zu vermitteln. „Wir haben Glück, dass wir mit unseren Lehrkräften, dem Elternbeirat und den Schülern eine sehr gute Erziehungspartnerschaft haben“, so Gabriele Lechner.

Arbeit, Kultur und Bildung im Mittelpunkt der Sondersitzung des Bayerischen Landtags

Wieder eine Sitzung im reduzierten Präsenzmodus – Ruth Müller, MdL als einzige Abgeordnete aus der Region Landshut dabei

 

Die 44. Plenarsitzung des Bayerischen Landtags am Montag war zugleich wieder eine Sondersitzung des Parlaments, bei dem die 2. Lesung des Nachtragshaushalts auf der Tagesordnung stand. Genau wie die Regierungserklärung des Bayerischen Ministerpräsidenten steht auch dieser unter dem Eindruck von „Corona“. Aufgrund der Abstandsregeln durften auch dieses Mal wieder nur ein Fünftel der Abgeordneten daran teilnehmen. Als einzige Abgeordnete aus der Region Landshut nahm die Landtagsabgeordnete Ruth Müller an der Sondersitzung für die SPD-Landtagsfraktion daran teil. „Wenn nun Lockerungen beispielsweise beim Einkaufen, bei Sozialkontakten und beim Schulbetrieb kommen, dann brauchen wir auch klare Perspektiven für alle anderen Bereiche, wie es weitergehen soll“, so Müller. Die Veränderungen in der Arbeitswelt, die Umstellung auf Home-Office und Kurzarbeit betrifft viele Menschen. Umso wichtiger ist es, den Breitbandausbau zukunftsfähig zu gestalten und das Kurzarbeitergeld zu erhöhen. Viele Kulturschaffende hatten sich in den letzten Wochen an die Landshuter Abgeordnete gewandt, die Sorge um ihre Kulturstätten und ihre Existenz hätten. Deshalb hatte die SPD-Landtagsfraktion auch einen Haushaltsantrag für ein Kultursofortprogramm gestellt. Erfreulicherweise kündigte der Ministerpräsident in seiner Regierungserklärung eine monatliche Unterstützung von 1.000 Euro monatlich für rund 30.000 bayerische Künstler an.

Handysammelaktion im Bürgerbüro Ruth Müller

Kontaktlose Abgabe vor dem Büro in der Nikolastraße 49 im zweiten Stock

 

Daheimbleiben – das haben in den letzten Wochen viele Familien genutzt, um aufzuräumen. Aus manchen Schubladen wurde dabei längst Vergessenes zutage gefördert, darunter auch alte Handys, Smartphones oder Tablets. Doch wohin damit? Die Landshuter Landtagsabgeordnete Ruth Müller hat die Antwort: „Vor meinem Büro ist ab sofort bis Ende Mai wieder eine Althandy-Sammelstelle eingerichtet. Hier können alte Geräte, egal ob kaputt oder funktionstüchtig abgeben werden, um sie einer sinnvollen Wiederverwertung zuzuführen.“

 

Der Erlös der Handy Aktion unterstützt Bildungsprojekte der „Mission Eine Welt“ und das „Eine Welt Netzwerk Bayern e.V.“ Die Politikerin will damit alle Bürger*innen motivieren, einen eigenen Beitrag zur Weiternutzung von Rohstoffen zu leisten. Allein in Deutschland werden jedes Jahr mehr als 35 Millionen neue Handys gekauft und durchschnittlich nur etwa 18 Monate genutzt. Danach verschwinden sie oft in der Schublade. Die Handys werden nach Ende der Sammelaktion sortiert und die enthaltenen wertvollen Rohstoffe wie Gold oder Kupfer  der Wiederverwertung zugeführt, um den allgemeinen Rohstoffverbrauch einzuschränken.

 

Ausgediente Mobiltelefone können bis zum 29. Mai im Abgeordnetenbüro zu den täglichen Öffnungszeiten von Mo-Do (09:00 bis 15:00 Uhr) und Fr (09:00 bis 14:00 Uhr) abgegeben werden. Die kontaktlose Abgabe ist selbstverständlich sichergestellt. Ruth Müller: „Werfen Sie ihre alten Handys einfach in die bereitgestellte Sammelbox vor der Tür des Bürgerbüros!“

Ehrenamt schätzen und unterstützen

„Tag der Anerkennung von Freiwilligen“ so wichtig wie schon lange nicht mehr

 

„Wir können stolz sein auf den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft“, zeigt sich die Landtagsabgeordnete Ruth Müller beeindruckt von den vielfältigen Aktionen der Ehrenamtlichen während der Corona-Krise.

Wie gut das in der Praxis klappt, sieht man anhand der zahlreichen Vereine, die ihre eigentlichen Funktionen aufgrund der aktuellen Lage nicht ausüben können. Stattdessen finden sie kreative Lösungen, um ihren Mitmenschen mit Hilfsangeboten zur Seite zu stehen, die sich wegen des Risikos der Ansteckung nicht selbst versorgen können. Neun Nachbarschaftshilfen gab es bisher im Landkreis Landshut, die sich schon seit vielen Jahren um Versorgungs- und Besorgungsfahrten und Unterstützung im Alltag gekümmert haben. Nun sind es deutlich mehr geworden, die sich unkompliziert gegründet haben. KLJB-Gruppen bieten Einkaufs-Service für ältere Mitbürger an, Frauenbund-Gruppen schließen sich zusammen, um Stoffmasken zu nähen und natürlich funktioniert auch die unbürokratische Hilfe in der direkten Nachbarschaftshilfe.

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