Soziales & Familie
Mutmacher-Kurs der Malteser startet mit Ehrenamtlichen in Landshut
Sechs Jahre nachdem der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Landshut („Malteser Mutmacher“) ins Leben gerufen wurde, startete am Wochenende ein neuer Kurs mit acht Ehrenamtlichen, die sich als MUT-Macherinnen ausbilden lassen, um Familien in schwersten Lebenssituationen zu begleiten. Wenn ein Kind oder Jugendlicher unheilbar erkrankt, ist plötzlich nichts mehr, wie es war. Durch eine Diagnose kann alles verändert werden: Lebensalltag, Lebensperspektiven und Lebenssinn. Die Schulung, die 10 Wochenenden und damit insgesamt 62 Stunden umfasst, wird von Bernd Bayer, einem ausgewiesenen Hospizexperten aus Stuttgart durchgeführt und von der neuen Koordinatorin der Malteser Christiane Stadler begleitet. In dem Kurs werden die Hospizhelfer hinsichtlich Körpersprache, im Umgang mit Problemen, aber auch mit Grundlagen der Entwicklungspsychologie auf ihre Arbeit vorbereitet. Auch die Themen Sterbehilfe, rechtliche und organisatorische Fragen rund um das Thema Sterben, Tod und Trauen sind Teil der Ausbildung. „Im Mittelpunkt der Arbeit steht, die Familien zu entlasten“, so der ehrenamtliche Stadtbeauftragte der Malteser, Richard Eder. Er hatte die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bayerischen Landtag, Ruth Müller eingeladen, die im Januar 2016 die Schirmherrschaft für diesen wertvollen Dienst übernommen hatte. Müller bedankte sich bei den Kursteilnehmerinnen für ihre Bereitschaft, sich weiterzubilden, Zeit einzubringen und eine schwere Aufgabe zu übernehmen. „Die Unterstützung der Familien mit einem lebensverkürzend erkrankten Kind ist so wertvoll, denn niemand sollte in dieser Situation allein sein“, so Müller. „Der Dienst ist für betroffene Familien kostenlos und wird hauptsächlich durch ehrenamtliche Arbeit ermöglicht“, machte Corinna Kuhnt, die die Gruppe ehrenamtlich begleitet, deutlich. Im Gegensatz zu Hospizen für Erwachsene ist der Gedanke bei schwerkranken Kindern der, dass diese so viel Zeit wie möglich im gewohnten Umfeld, in ihrer Familie verbringen sollen. Deshalb gibt es in Bayern auch nur ein stationäres Kinderhospiz in Bad Grönenbach und viele – meist ehrenamtlich getragene – Hospizdienste. „Sie bringen Zeit und Lachen und Freude in die Familien und kümmern sich auch darum, dass auch Geschwisterkindern die nötige Aufmerksamkeit zuteilwird“, bedankte sich Müller für den Einsatz.
Diesen Montag war die Bundesjustizministerin im Mehrgenerationenhaus der Landshuter AWO zu Besuch. Christine Lambrecht ist neben der Zuständigkeit für das Justizressort auch amtierende Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Ihr Besuch in Landshut war der würdige Schlusspunkt einer Reihe von Terminen in Niederbayern mit dem Schwerpunkt auf sozialen Projekten.
Menschenskinder e. V. unterstützt seit zwei Jahrzehnten bei der Erziehung – MdL Ruth Müller gratuliert
Eigentlich war zum 20. Geburtstag am 20. März eine große Feier geplant, doch wie so viele Jubiläen in diesem Jahr musste auch der Ergoldinger Verein, der sich seit zwei Jahrzehnten die Begleitung und Bildung von jungen Familien auf die Fahnen geschrieben hat, darauf verzichten. Dennoch ließ es sich die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller nicht nehmen, zum Vereinsjubiläum zu gratulieren und für das ehrenamtliche Engagement zu danken. „In meinen alten Sitzungsunterlagen habe ich die Zahlen der ersten Jahre gefunden – 316 Personen waren es im Startjahr 2000, die eine Beratung oder einen Kurs in Anspruch genommen haben“, so Müller. „Heute sind wir bei rund 3.000 Kindern, Müttern und Vätern, die jedes Jahr unsere vielfältigen Angebote in Anspruch nehmen“, erklärte Geschäftsführerin Heidi Walter. Beim Verein Menschenskinder . V. handelt es sich um eine Familienbildungsstätte, die Familien eine professionelle und pädagogische sowohl präventiv als auch akut Unterstützung anbietet. Es gibt Hilfe bei Schrei-, Schlaf- und Regulationsstörungen bei Babys, aber auch „Unterstützung von Anfang an“ durch Familienhilfe, die mit Fachkräften der Koordinierenden Kinderschutzstelle des Landkreises Landshut zusammenarbeiten oder auch Beratung bei postpartaler Depression, die rechtzeitig behandelt werden muss, um sich nicht zu verfestigen und zu Bindungsstörungen zwischen Mutter und Kind zu führen.
Am vergangenen Freitag wurde zum vierten Mal infolge die Weihnachts-Wunschbaum-Aktion eröffnet. Schirmherrin von Anfang an ist SPD-Fraktionsvorsitzende Anja König: "Ich gebe jedes Jahr genauso viel Geld als erste Spende für diese Aktion wie ich für meine Enkelkinder ausgebe, das habe ich bei der ersten Aktion versprochen. Aus einem Enkelkind sind inzwischen drei geworden, mein Versprechen halte ich gern.", sagt sie bei der Eröffnung der Aktion für Weihnachten 2019. Sie sei darüber aber nicht froh, sondern eher traurig, dass es für die einfachsten Wünsche der Kinder wie eine Puppe oder ein Feuerwehrauto oder einfach nur einen Lebensmittelgutschein, damit zu Weihnachten auch einmal ein Braten auf dem Tisch stehen kann, in unserem reichen Land eine solche Aktion braucht. Auch Stadträtin und Parteivorsitzende Patricia Steinberger, die jährlich eine der ersten Spederinnen ist, zeigt sich tief berührt von den Wünschen der Kinder armer Familien: "Da merkt man selbst erst einmal wieder wie gut es uns doch geht, denn diese Wünsche sind Dinge über die wir gar nicht mehr nachdenken beim Einkaufen und das sollte uns allen zu denken geben."