SPD Adlkofen

Landshuter SPD geht mit offener Liste und personell verstärkt in den Wahlkampf

Veröffentlicht am 15.10.2007 in Wahlen

Spitzenkandidat Gerd Steinberger

Gerd Steinberger ist Spitzenkandidat – Partei demonstriert Geschlossenheit

Mit beinahe einstimmigen Ergebnissen haben die Landshuter Sozialdemokraten gemeinsam mit den anwesenden parteifreien Kandidaten am 12. Oktober in der Gaststätte „Zur Insel“ ihre Liste für die Stadtratswahl am 02. März 2008 aufgestellt.

Der Stadtverbandsvorsitzende Harald Unfried präsentierte den Listenvorschlag des Parteivorstandes und bezeichnete die Liste als ausgezeichnete Ausgangsbasis, um erfolgreich für das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler werben zu können. Die SPD trete mit einer ausgewogenen und attraktiven Liste an, auf der weite Bereiche der Stadtgesellschaft repräsentiert seien – angefangen von den Vereinen über Kunst und Kultur bis hin zum Sport und den Gewerkschaften.

Die SPD habe sich bei der Listenaufstellung von zwei Grundgedanken leiten lassen: einer starken Öffnung nach außen und der personellen Erneuerung. Denn Kommunalwahlen würden mehr und mehr zu Persönlichkeitswahlen. Wer kommunalpolitisch zukunftsfähig sein wolle, müsse deshalb bereit sein, Plätze für kompetente und angesehene Persönlichkeiten frei zu machen, die die Stadtpolitik auch ohne Parteibuch bereichern und unterstützen wollten.
Von diesen Persönlichkeiten habe man so viele wie nie zuvor für eine Kandidatur auf der SPD-Liste gewinnen können: nämlich 11 von 44, also exakt ein Viertel aller Kandidaten. So konnte etwa mit dem stadtbekannten ehemaligen Marketingleiter der Sparkasse Landshut, Josef Stillger wertvoller wirtschaftlicher Sachverstand hinzugewonnen werden. Josef Stillger startet auf dem chancenreichen Platz 13 der Liste. Mit der Goldschmiedin Julia Reidel, Tochter aus der Künstlerfamilie des vor einem Jahr verstorbenen Landshuter Bronzegießers und Bildhausers Karl Reidel, könne man eine renommierte Künstlerin und bekannte Friedensaktivistin präsentieren. Diese Personalie könne man mit Fug und Recht als echten Coup bezeichnen, so Unfried. Doch damit nicht genug: denn auch der Mitbegründer der Neuen Galerie (vormals Galerie am Maxwehr), Franz Schneider, habe sich zu einer Stadtratskandidatur für die SPD entschlossen. Franz Schneider habe sich mit der Förderung und Platzierung aller Formen von Gegenwartskunst über Parteigrenzen hinweg ein grosses Renommee erworben, sagte der Parteivorsitzende. Franz Schneider ist von Beruf Rektor an der Hauptschule Schönbrunn. Die Liste der Kunst- und Kulturschaffenden bereichert schließlich der neue Webmaster der SPD, Martin Prucker, der im Rahmen seines Engagements bei Dynamo Kurzfilm an der Organisation des Landshuter Kurzfilmfestivals mitwirkt. Martin Prucker ist beruflich als Kameramann beim Bayerischen Rundfunk tätig.

Besonders gut vertreten seien auch die Gewerkschaften und die Arbeitnehmer. Mit dem DGB-Regionschef, Stadtrat und alternierenden Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Rentenversicherung Bayern Süd, Klaus Pauli sowie dem Chef der bayerischen IG-Metall, Werner Neugebauer könne die SPD gleich zwei politische Schwergewichte aufbieten, so Unfried. Hinzu komme der IG-Metall-Sekretär Gerhard Wick sowie – als Parteifreie - die junge Personalratsvorsitzende der Deutschen Rentenversicherung Bayern-Süd (vormals: LVA) , Brigitte Kiefer, die auf Platz 16 starte. Brigitte Kiefer ist aktives Mitglied der Gewerkschaft verdi. Unfried bezeichnete die SPD als die einzige Partei in Landshut, die sich konsequent für die Interessen der Arbeitnehmer stark gemacht hätte – so etwa bei der Tarifgestaltung bei den Stadtwerken und beim Städtischen Klinikum nach der Rechtsformänderung.

Insgesamt sei die Liste jünger und weiblicher geworden als vor sechs Jahren, so der Parteivorsitzende. Doch gerade die Förderung der Jüngeren sei unentbehrlich, wenn in den nächsten Jahren der Generationswechsel im Stadtrat gelingen solle. Auch wenn es für jüngere Kandidaten bei der ersten Kandidatur noch nicht ganz reiche, würden doch heute schon die Weichen gestellt, um spätestens in sechs Jahren in den Stadtrat einzuziehen. Die SPD wolle dies bewußt fördern.

Das stärkste Pfund, mit dem die SPD wuchern könne, sei allerdings die „stolze Riege der nunmehr 10 Stadträte“, so Unfried. Dies sei die entscheidende Basis, damit die SPD ihre Position als zweite Kraft im Landshuter Stadtrat behaupten und ausbauen könne. Denn diese Stadträte versammelten ein enormes persönliches Stimmenpotential auf sich. Sie hätten allesamt bereits vor Jahren das Vertrauen der Wählerinnen und Wähler gewinnen können. Sie verkörperten „geballte stadtpolitische Kompetenz und Erfahrung“ im Interesse der Bürgerinnen und Bürger.
Den Übertritt der ehemals grünen Stadträtin Rafaela Zeilhofer in die SPD-Ratsfraktion nannte Unfried einen echten Gewinn für die SPD-Liste. Rafaela Zeilhofer stehe nicht nur für eine konsequent ökologische Politik. Wichtig sei ihr eben auch das soziale Profil und die Arbeitnehmerrechte, womit sie in der SPD vor Ort tatsächlich ungleich besser aufgehoben sei als bei den örtlichen Grünen. Für ihre Beweggründe habe man in der SPD daher vollstes Verständnis. Man habe Rafaela Zeilhofer daher den aussichtsreichen Listenplatz 6 angeboten, damit sie auch im künftigen Stadtrat ihre sozial und ökologisch orientierte Politik fortsetzen und weiterentwickeln könne.
Besonders erfreulich sei es auch, dass der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Horst Kubatschka die Liste wieder verstärke (Platz 43). Denn Horst Kubatschka habe während seines Bundestagsmandates durch Bürgernähe und enormen Arbeitseinsatz überzeugt und werde daher mit Sicherheit wieder viele seiner ehemaligen Wähler mobilisieren können.

Resümmierend meinte Harald Unfried, dass die SPD mit einer enorm konkurrenzfähigen Liste aufwarten könne. Man präsentiere dem Wähler ein breites und überzeugendes Angebot an amtierenden Stadträten wie auch an namhaften Persönlichkeiten vornehmlich aus der Kunst- und Kulturszene.
Mit SPD-Fraktionschef Gerd Steinberger habe man zudem einen Listenführer, der bei der letzten Stadtratswahl mehr als 10.000 Stimmen auf sich vereinigen konnte und damit auch viele CSU-Stadträte überrundet habe.

Unfried zeigte sich zuversichtlich, dass auf dieser Grundlage die beiden Wahlziele der SPD erreicht werden könnten: nämlich die SPD zu stärken und die absolute Mehrheit der CSU im Stadtrat zu brechen. Denn nur dann könne die Stadtpolitik in Landshut künftig spannender, vielgestaltiger, bunter und bürgernäher werden.

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