SPD Adlkofen

„Hochwasserschutz funktioniert auch ohne Kanal bestens“

Veröffentlicht am 25.08.2016 in MdB und MdL

SPD-Abgeordnete informieren sich in Niederalteich

Niederalteich. Das Genehmigungsverfahren für den Hochwasserschutz der Gemeinde Niederalteich läuft derzeit. Der Baubeginn der Hauptmaßnahmen ist schon ab Spätsommer 2016 vorgesehen.

Albin Dietrich, der Bürgermeister von Niederalteich, schilderte den SPD-Abgeordneten FlorianPronold, Rita Hagl-Kehl und Ruth Müller den Verlauf der Maßnahme. Baustaatssekretär Florian Pronold: „Der Hochwasserschutz in Niederalteich ist immens wichtig für die Sicherheit der Bürger. Zudem ist er ein wichtiger Schritt für die Ortsentwicklung. Neue Baugenehmigungen und Gewerbeansiedlungen hängen davon ab.“ Rita Hagl-Kehl, Vorsitzende der Parlamentariergruppe Frei fließende Flüsse, sah sich vor Ort darin bestätigt, dass eine natürliche Donau und geschützte Bürger sehr wohl in Einklang gebracht werden können. „Der Jahrzehntelange Kampf gegen den Donauausbau nach Variante C 280 hat sich gelohnt. Das laufende Planfeststellungsverfahren zeigt, dass Hochwasserschutz auch bestens ohne Kanal funktioniert. Flora und Fauna sind durch Variante A im Einklang mit den Donauanwohnern.“


Albin Dietrich sprach außerdem die hohe Belastung der Kommunen durch den Eigenanteil beim Hochwasserschutz an. Der Freistaat überfordert damit viele Gemeinden. Rita Hagl-Kehl: „Florian Pronold hat sich schon bei den Koalitionsverhandlungen dafür eingesetzt, die Länder beim Hochwasserschutz zu unterstützen. Jetzt hat der Bund 300 Millionen Euro für Hochwasserschutzprojekte bereitgestellt.“ Pronold will außerdem der Frage nach den benötigten Retentionsflächen für die neuen Dämme nachgehen. Für alle Schutzmaßnahmen müssen Ausgleichsflächen zur Verfügung gestellt werden, obwohl zum Beispiel durch Dammrückverlegungen bereits für eine Renaturierung zusätzlicher Gebiete gesorgt wird. Diese zusätzlichen Flächen stellen die Gemeinde vor große Herausforderungen.


Der von den Abgeordneten besichtigte Dammabschnitt an der Fähranlegestelle in Niederalteich war beim Jahrhunderthochwasser 2013 ein kritischer Punkt. Viele ehrenamtliche Helfer haben den Klosterort vor Schlimmeren bewahrt. Trotzdem blieben die Bewohner nicht ganz verschont und das Wasser überflutete die Häuser und Straßen. Mittlerweile gibt es nur noch wenige Anzeichen für die Katastrophe vor drei Jahren. Sofortmaßnahmen nach der Flut haben den Damm provisorisch stabilisiert, richtig aufatmen können die Niederalteicher aber erst in ein paar Jahren. Dann ist der Ort vor einem hundertjährigen Hochwasser geschützt. dz 

Homepage Ruth Müller