SPD Adlkofen

Zeitgerechter Unterricht ist ohne schnelles Internet nicht möglich

Veröffentlicht am 24.06.2018 in Wahlkreis

Schulen in der Stadt Straubing völlig unterversorgt – im Landkreis Straubing-Bogen sieht es nicht viel besser aus

 

Nicht eine Schule in der Stadt Straubing hat einen ausreichenden Internetzugang – dieses Ergebnis brachte eine Anfrage der SPD-Landtagsfraktion, wie die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller berichtet. Im Landkreis Straubing-Bogen erfüllt nur eine Schule die Anforderungen des Bildungsministeriums.


 

Fast drei Viertel der bayerischen Schulen stehen nur Internetgeschwindigkeiten von maximal 16 Mbit/s zur Verfügung. Diese Bandbreiten seien für Unterricht in digitalen Klassenzimmern viel zu gering, wie die Staatsregierung selbst einräumt. In einem Positionspapier des Bildungsministeriums heißt es, dass die verfügbare Internetbandbreite in Schulen „nicht weniger als 100 Mbit/s betragen“ sollte. Diese Forderung erfüllen weniger als 13 Prozent der bayerischen Schulen, wie die Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der der SPD-Landtagsfraktion ergeben hat.

 

In der Stadt Straubing sieht die Situation katastrophal aus. Keine der befragten 27 Schulen in der Gäuboden-Stadt erfüllt die Voraussetzungen für ein digitales Klassenzimmer (mindestens 100 Mbit/s). Die 27 Schulen haben maximal bis 50 Mbit/s, die meisten –nämlich 19 von 27 - verfügen über maximal 16 Mbit/s.

 

„Im Landkreis Straubing-Bogen sieht es nicht viel besser aus“, so Ruth Müller. Hier hat nur eine Schule mehr als 100 Mbit/s zur Verfügung – alle anderen 48 Schulen sind ebenso abgehängt wie die Schulen in der Stadt. Bei zwei Schulen reicht der Standard wenigstens knapp an 100 Mbit/s heran. Auch hier liegt die Masse, nämlich 38 von 49Schulen, bei einer Internetgeschwindigkeit von maximal 16 Mbit/s. Acht Schulen haben maximal 50 Mbit/s zur Verfügung.

 

Ruth Müller: „Wenn die Digitalisierung an den Schulen erfolgreich umgesetzt werden soll, braucht es zuerst die technischen Voraussetzungen und hier hapert es im Freistaat Bayern derzeit noch gewaltig“.

Homepage Ruth Müller