SPD Adlkofen

Vorfahrt für Energie in Bürgerhand – für eine gerechte, sichere und ökologische Energieversorgung

Veröffentlicht am 04.06.2013 in Umwelt

Bei der Filmvorführung im Vilsbiburger Cineplex

KAB startet Kampagne „Die Bürger-Energiewende“ mit Blick auf die kommenden Wahlen

Viel ist schon erreicht: Bürgerinnen und Bürger haben Millionen in die Energiewende vor Ort investiert – Geld, das in ihren Regionen bleibt und von dem die Menschen dort profitieren. Über die Hälfte der Anlagen, die erneuerbare Energie produzieren, liegt in Bürgerhand. Das bedeutet für die großen Energiekonzerne allerdings, dass sie zunehmend Marktanteile verlieren. Deshalb bekämpfen sie die Energiewende mit allen Mitteln – und die Bundesregierung spielt mit.

Die Energiewende ist weit mehr als eine Modernisierung der Energieversorgung — sie steht für einen gesellschaftlichen Wandel zu einem nachhaltigen Wirtschaftsmodell. Einem Modell, bei dem die Menschen im Mittelpunkt stehen und nicht die Profite weniger Großkonzerne. Der Weg zu einer sicheren, klimafreundlichen und ökologischen Energieversorgung liegt in dezentralen Strukturen - in den Händen der Bürgerinnen und Bürger. Denn überall dort, wo sie mitentscheiden und auch mitverdienen, gibt es die größte Akzeptanz und die größte Dynamik beim Umbau des Energiesystems.

Diözesansekretär Rainer Forster fordert im Namen der KAB: „Wir brauchen eine dezentrale und vernetzte Energiewirtschaft. Die wesentlichen Kriterien dieses Ansatzes liegen im Wechsel der Ressourcenbasis, auf der Vernetzung vielfältiger, dezentral verteilter, kleiner Versorgungssysteme und in der signifikanten Rückführung des Energiebedarfs durch Effizienzsteigerung und Vermeidung. Die Eingriffe in die Umwelt sind dabei wesentlich geringer als bei bestehenden Großanlagen. Eine dezentrale Energieversorgung macht uns zudem unabhängiger von den monopolisierten Strukturen der Energiewirtschaft und von Energie- und Ressourcenimporten. Die Politik ist gefordert Ziele zu setzen und den Strukturwandel offensiv einzuleiten. Deshalb unterstützt die KAB die Kampagne „Die Bürger-Energiewende“, um den vielen EnergieBürgerInnen im Wahljahr eine starke Stimme zu geben.“

Zwei Kreisrätinnen berichteten nach dem KAB-Kinoveranstaltung im Vilsbiburger Kino über ihre persönlichen Erfahrungen mit der Energiewende. Im Gegensatz zu Umweltminister Altmeier, der im Film „Leben mit der Energiewende bekennen musste, mit seiner persönlichen Energiewende noch nicht weit vorangekommen zu sein, konnte die Kreis- und Fraktionsvorsitzende der SPD im Landkreis Landshut, Ruth Müller, feststellen, dass sie mit ihrer Familie da schon einen deutlichen Schritt weiter sei: Seit 1996 habe man eine Solarthermie-Anlage für die Warmwassernutzung und sei so fast ein halbes Jahr unabhängig von fossilen Brennstoffen. Seit über zehn Jahren sorge eine kleine PV-Anlage auf dem Dach zusätzlich für den Sonnenstrom der Familie Müller.

Die grüne Kreis-und Stadträtin Gisela Floegel überzeugt mit ihrem bereits jahrzehntelangen Beitrag zur Energiewende: Seit 1980 erzeugt Solarthermie das warme Wasser, und schon zwei Jahre vor dem EEG, im Jahr 1998, errichtete sie die erste PV Anlage in Vilsbiburg. Jetzt wohnt sie im ersten Plusenergiehaus in Vilsbiburg, einem Passivhaus das rein regenativ beheizt wird, und mit dem PV- Pultdach weitaus mehr Energie erzeugt, als verbraucht wird.

Foto v. l. n. r.:
Günther Sandmeyer, Gisela Floegel, Kreisrätin, Gernot Mühlbauer (KAB Vilsbiburg), Ruth Müller (Kreisrätin), Rainer Forster (Diözesansekretär) Angelika Stumpf (Kreisrätin)

Homepage Ruth Müller