Die SPD-Landtagsfraktion hat sich bei ihrer Herbstklausur in Regensburg für ein Kriseninstrument gegen die niedrigen Milchpreise stark gemacht. Die aktuelle Milchkrise ist die schlimmste seit dem zweiten Weltkrieg, wie der Sprecher des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM) Hans Foldenauer auf der Klausur als Gastredner mitteilte.
Die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller fordert schnelles Handeln, damit die bäuerlichen Familienbetriebe in Bayern nicht zugrunde gehen. Im Krisenfall muss eine bessere Bündelung der Milchbauern erlaubt sein. Müller mahnte auch eine bessere Wertschätzung der Lebensmittel an und kritisierte den Preiskampf der Discounter, der auf dem Rücken der Erzeuger ausgetragen wird. Mit einer besseren Kennzeichnung der Milch werde auch dem Verbraucher leichter verständlich, wo seine Milch herkommt, um die Regionalität zu fördern.
Die Landtagsabgeordnete, die im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags tätig ist, sprach auch das geplante Grüne Zentrum an, das in der Region Landshut errichtet werden soll. Sie schlug dem BDM-Vizepräsidenten Hans Foldenauer vor, dass der BDM sich hier mit integrieren könne. Die SPD-Fraktionsvorsitzende im Landshuter Kreistag wird deshalb anregen, dass Stadt und Landkreis Landshut mit dem BDM in Kontakt treten sollen. "Hier könnten sich für unsere niederbayerischen Landwirte Synergie-Effekte ergeben und das Grüne Zentrum wäre um eine Einrichtung reicher", so Müller.