Agrarpolitische Sprecherin Ruth Müller: Engagement der Frauen in der Landwirtschaft muss mehr gewürdigt werden - Mehrfachbelastung zum Teil immens hoch
Anlässlich einer heute (7. Juli) im Agrarausschuss des Bayerischen Landtags auf Antrag der SPD vorgestellten Bäuerinnen-Studie 2019 fordert die agrarpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion Ruth Müller mehr Anerkennung für die Arbeit von Landwirtinnen sowie mehr Beratungsangebote. "Die Studie macht deutlich, dass die Mehrzahl der Bäuerinnen eine unverzichtbare Rolle für ihren Betrieb spielt und mehr als die Hälfte der befragten Frauen eher negativ in die Zukunft schaut", so Müller. "Wir brauchen hier mehr staatliche Beratungsangebote bei Altersvorsorge und Eigentumsbildung, um den Landwirtinnen dabei zu helfen, ein sicheres Fundament und Auskommen zu schaffen." Denn auch für sie müsse ein Leben in finanzieller Unabhängigkeit möglich sein können, betont Müller, die auch frauenpolitische Sprecherin der BayernSPD-Landtagsfraktion ist.
Müller dankte ausdrücklich den Bäuerinnen für ihre Arbeit und auch für ihr ehrenamtliches Engagement: "Trotz der hohen Arbeitsbelastung ist es für viele der Frauen ein Traumberuf. Aber trotzdem dürfte das Pensum nicht so hoch sein, wie es jetzt vielfach ist: fast ein Drittel der Befragten gibt an, noch nie Urlaub gemacht zu haben, die Hälfte sagt, sie hätte nie vollständig frei. „Häufig gehen diese Frauen neben der Landwirtschaft im Nebenerwerb noch einem anderen Beruf nach und tragen hohe Verantwortung für ihre eigene Familie. Auch Burnout-Vorsorge muss deshalb zum Thema gemacht werden."
MdL Ruth Müller besucht Mainburger Firma Hopsteiner
Grün ist die Farbe, die bei der Firma Hopsteiner auf dem Gelände dominiert, denn seit über 175 Jahren hat sich der Betrieb in Mainburg dem „grünen Gold“ verschrieben. Wie sich der internationale Hopfenhandel entwickelt und welche Veränderungen es durch den Klimawandel geben wird, darüber unterhielt sich die Landwirtschaftspolitikerin Ruth Müller, MdL aus Pfeffenhausen mit dem Geschäftsführer Joachim Gehde beim gemeinsamen Besuch mit den beiden SPD-Stadträten Hans Niedermeier und Edgar Fellner. Begleitet wurde die SPD-Delegation von Bundestagskandidat Vincent Hogenkamp. „Es ist gerade einmal zwei Jahre her, dass der Citrus Bark Cracking Virus die Hopfenpflanzer in der Region in Aufregung versetzt hat“, erinnerte sich Ruth Müller. „Umso wichtiger ist es, in Forschung und Züchtung hinsichtlich klima- und stressresistenter Sorten zu investieren“, machte Joachim Gehde deutlich. Seit 16 Jahren leitet er als Geschäftsführer die Geschicke eines der größten Hopfenhandels-Unternehmen in der Hallertau, das mit über 200 Mitarbeitern Hopfenpellets und Extrakte aus allen Hopfensorten anbietet. „Eine unserer neuesten Züchtungen ist die Sorte Akoya, die ertragreich und klimastabil ist“, berichtete Geschäftsführer Gehde. Vor über 50 Jahren sei die bekannte Sorte „Perle“ gezüchtet worden, doch ähnlich wie beim Weinbau müssten sich die Hopfenpflanzer an veränderte klimatische Bedingungen anpassen, deshalb teste man in der eigenen Versuchsbrauerei den Geschmack und die Aromastabilität der neuen Sorten. Neben dem eigenen Züchterprogramm erfolgt auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Hopfenforschungszentrum Hüll. „Auch wenn Craft-Biere mit Aroma-Hopfen wie Mandarina Bavaria im Trend sind, so machen sie doch nur drei Prozent des Absatzes aus“, setzte Joachim Gehde die Zahlen in ein reelles Verhältnis. Und für die übrigen 97 Prozent des Bierabsatzes seien die klassischen Standardbiere gefragt. Während andere Branchen in den Corona-Monaten mit Umsatzrückgängen oder Lieferschwierigkeiten kämpften, sei man gut durch das Jahr gekommen, antwortete Joachim Gehde auf die Frage der Abgeordneten nach wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Pandemie. Man habe auf Home-Office umgestellt, wo es ging und investiere auch weiterhin in die Digitalisierung der Betriebsprozesse. „Die Bierproduktion ist gerade einmal um zehn Prozent zurückgegangen, wir sind in unserem Geschäft an Schwankungen von Angebot und Nachfrage gewöhnt, die in manchen Jahren auch durch die Witterungsverhältnisse verursacht werden“. Der Hopfen, „der jeden Tag seinen Herrn sehen möchte“, wie es ein altes Sprichwort sagt, entwickle sich in diesem Jahr zufriedenstellend, blickt Gehde optimistisch auf eine gute Ernte seiner rund 600 Hopfenpflanzer, mit denen das Unternehmen Kontakte abgeschlossen hat. „Die Hallertau ist vom Erscheinungsbild der Hopfengärten geprägt“, stellte Ruth Müller fest. Und deshalb müsse auch die Politik die Rahmenbedingungen für diese Sonderkultur entsprechend gestalten und sich Gedanken über Fragen der Bewässerung und der Forschung hinsichtlich der Klimaveränderungen machen. „Die Landwirte sind die größten Landeigentümer und tragen deshalb eine besondere Verantwortung für eine nachhaltige Bewirtschaftung“, so Müller. Zugleich seien sie auch deshalb Hauptbetroffene des Klimawandels und sehen sich einer gestiegenen Erwartungshaltung der Gesellschaft gegenüber. Deshalb müsse man auch bei der Förderstruktur der Landwirtschaftspolitik auf Nachhaltigkeit setzen.
MdL Ruth Müller besuchte Polizeidienststelle Mainburg
Im April 2021 hat Erster Polizeihauptkommissar (EPHK) Martin Wuchterl seinen Arbeitsplatz am Polizeipräsidium München gegen das in Mainburg getauscht, weil der Vorgänger in den Ruhestand ging. „Hier ist man an allem näher dran als im Präsidium. Sowohl an den Kollegen, am Einsatz, an den Bürgern und an der Natur“, zog Wuchterl ein erstes positives Fazit beim Besuch der Landtagsabgeordneten Ruth Müller (SPD). Begleitet wurde die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD im Bayerischen Landtag von den beiden Stadträten Hans Niedermeier & Edgar Fellner. Diese waren angesichts der bekanntgewordenen Umbaupläne zuerst einmal erleichtert, als Wuchterl ihnen versicherte, dass die Polizeidienststelle in Mainburg bestehen bleibt. „Wir wollen hinter dem jetzigen Gebäude neu bauen, was bedeutet, dass wir bis zum Umzug in den alten Räumen bleiben können“, erläuterte er die Pläne für den rund acht Millionen Euro teuren Neubau, der in rund drei bis fünf Jahren bezogen werden könnte. Natürlich werde das neue Gebäude auch größer, denn die Aufgaben der Polizei ändern sich auch durch die Digitalisierung & man hoffe, dass man langfristig mehr Personalstellen zugewiesen bekomme. Derzeit sind 37 der 47 Planstellen besetzt & langfristig solle Platz für 56 Beschäftigte entstehen. Bayern bildet derzeit wieder mehr Beamte aus. Ruth Müller ist dabei eines besonders wichtig: „Es darf nicht sein, dass die neuen Polizisten nur in großen Polizeiinspektionen eingesetzt werden.“ Denn auch im ländlichen Raum ist Verstärkung notwendig.
MdL Ruth Müller besuchte Gymnasium und Kloster in Rohr
„Wir sind froh, dass auf unseren Gängen in der Schule und im Pausenhof wieder das Lachen junger Menschen zu hören ist“, sind sich Schulleiterin Carola Reim, Pater Fabian und frater Franz einig. Denn Corona habe vieles im Land still werden lassen und gleichzeitig vieles gefordert: Rücksicht und Umsicht, den Willen, neue Wege zu beschreiten und Verzicht. Über die Erfahrungen aus dieser Zeit wollte die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller aus Pfeffenhausen sprechen, um auch für die Politik aus diesen Erkenntnissen zu lernen. „Als private Schule in kirchlicher Trägerschaft haben wir auf der einen Seite mehr Freiheiten, aber andererseits können wir nicht von Förderprogrammen wie beispielsweise dem Aufholprogramm Gemeinsam.Brücken.Bauen profitieren“, berichtete Schulleiterin Carola Reim.