SPD Adlkofen

SPD im Stimmkreis stellt Weichen für die Wahl

Veröffentlicht am 30.01.2018 in Lokalpolitik

De­le­gier­te im Stimm­kreis 202 wähl­ten die Kan­di­da­ten für Land­tag und Be­zirks­tag

Die Weichen für die im Oktober anstehenden Landtags- und Bezirkstagswahlen sind bei der SPD im südlichen Landkreis Landshut und dem Landkreis Dingolfing-Landau gestellt. Bei der Stimmkreiskonferenz für den Wahlkreis 202 am Samstag in Warth bei Marklkofen, die vom Dingolfinger Kreisvorsitzenden Dr. Bernd Vilsmeier geleitet wurde, wählten die Delegierten ihre Kandidaten mit großer Geschlossenheit. Zuvor konnte MdL Ruth Müller aber Dr. Bernd Vilsmeier gratulieren, der im Kreisverband Deggendorf als Landtagsdirektkandidat einstimmig gewählt wurde.

Die aus dem Landkreis Landshut stammende Landtagsabgeordnete Ruth Müller betonte, Landshut und Dingolfing-Landau seien Boom-Regionen. Dennoch sei nicht überall eine gleichwertige Lebensweise möglich, was das Ziel der SPD sei. Es sei trotz der Bildungs- und Arbeitsplatzangebote ein Ungleichgewicht vorhanden, was die Wohn-, Lebens- und Einkommensverhältnisse betreffe. Vor rund 100 Jahren sei der Acht-Stunden-Arbeitstag eingeführt worden. Ein Aufweichen, wie sie jetzt geplant sei, müsse kritisch gesehen werden. „Punkte wie der Mindestlohn zeugen von einer starken Sozialdemokratie“, sagte Ruth Müller. Man wolle nun Weiterbildungsgesetze anbieten und die Digitalisierung vorantreiben. Auch die Bekämpfung der Wohnungsnot schreibe man sich groß auf die Fahnen. Auch wenn man in Bayern bisher kaum „an der Macht“ gewesen sei, so sei man nicht machtlos gewesen. Denn, so argumentiert Müller, aus der Opposition heraus habe man gegen so manchen Irrweg der Regierung angekämpft und im Nachhinein oft recht bekommen. Der Dingolfinger Landrat Heinrich Trapp ging darauf ein, dass man als SPD weiterhin gegen soziale Ungerechtigkeit kämpfen wolle. Der Landkreis Dingolfing-Landau sei wirtschaftlich optimal und langfristig aufgestellt. Man gelte als bürgerfreundlich, familienfreundlich und biete optimale Verhältnisse. „Dennoch konnte die AfD ein hohes Ergebnis erzielen“, blickte Trapp zurück. „Der Landkreis ist besser aufgestellt als anderswo und trotzdem werden wir abgestraft.“ Es gehe also darum, den Bürgern die Erfolge zu vermitteln, ihre Sorgen ernst zu nehmen und sich für die Nöte noch mehr einzusetzen. Bei der Wahl des Stimmkreisvorstandes wählte die Versammlung Dr. Bernd Vilsmeier zum Vorsitzenden, Stellvertreter sind Florian Huber und Udo Egleder, Kassier Jürgen Schniedermeier, Schriftführer Dominic Mauersberger, Beisitzer Martin Rapke, Hans Sarcher, Hugo Steiner und Markus Kaiser sowie Revisoren Ingrid Geiger und Alex Hofmann.

Vorstellung der Kandidaten

Anschließend waren es die Kandidaten, denen das Gehör geschenkt wurde. Sie stellten sich, ihre Hintergründe und auch ihre politischen und gesellschaftlichen Ziele näher vor. Der Stimmkreis 202 umfasst den erweiterten Altlandkreis Vilsbiburg, Dingolfing und Landau. Dr. Bernd Vilsmeier verkündete nach der Auszählung: „In Niederbayern soll wieder Huber gewählt werden“ – allerdings nicht der CSU-Politiker mit dem gleichen Familiennamen, sondern Florian Huber aus Moosthenning. Der stellvertretende Kreisvorsitzende, SPD-Ortsvorsitzender und Mitglied des SPD-Bezirksvorstandes von Niederbayern wird damit als Direktkandidat im Stimmkreis 202 an den Start gehen. Florian Huber will sich „der jahrzehntelangen Verantwortungskultur stellen und den Gestaltungsanspruch aufrechterhalten“, betonte er in seiner Vorstellung. Geboren wurde er am 18. Mai 1988 in Dingolfing und wuchs in Moosthenning auf. Der geprüfte Finanzanlagenfachmann ist ehrenamtlich beim Tennisclub Grün-Weiß Dingolfing, beim VfR Moosthenning sowie als aktiver Feuerwehrler tätig. Seine politischen Ziele sind die Wohnungsbauoffensive und staatliche Wohnraumförderung, die Qualifizierungsoffensive des Freistaates in den Pflegeberufen, die Einführung eines Tariftreuegesetzes in Bayern sowie die Absenkung der gesetzlichen Mindestgröße bei Schulklassen. Der Listenkandidat ist Martin Rapke aus Landau, dortiger SPD-Ortsvorsitzender und SPD-Kreiskassier. Martin Rapke kommt aus Landau und arbeitet beim Landkreis Dingolfing-Landau als Landschaftsgärtner. Dort ist er für Straßenbegleitgrün und die kreiseigenen Ausgleichsflächen und seit neuesten auch für das Straßenkataster und den Maschinen- und Geräteeinkauf zuständig. Weiter bringt er sich bei der Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, der Arbeiterwohlfahrt, dem Förderverein für das KKH Landau und gesellschaftlichen Vereinen ein.
Egleder und Sarcher

Für den Bezirkstag geht für die SPD Udo Egleder an den Start. „Der Kreisrat, BLSV-Bezirksvorsitzender und Vorsitzende der Lebenshilfe Dingolfing-Landau bringt aufgrund seiner umfangreichen Vorkenntnisse die besten Voraussetzungen mit“, wurde für den Kandidaten geworben. Egleder ist in Wart geboren und im Vilstal aufgewachsen, seine Tätigkeit als Lehrer führte ihn weit umher, so dass er den Wahlkreis gut kenne, wie er hervorhob. Mittlerweile ist er verstärkt im ehrenamtlichen Bereich tätig und will diese Arbeit auf die politische Ebene übertragen. „Die Steigerung der Lebensqualität von der ärztlichen Versorgung bis hin zur kulturellen Entwicklung und der Stärkung des ländlichen Raumes – dafür stehe ich.“ Der Platz des Listenkandidaten für den Bezirkstag wird von Hans Sarcher aus Vilsbiburg belegt. Er ist Zweiter Bürgermeister der Stadt Vilsbiburg und Landshuter Kreisrat. Hans Sarcher wurde in Vilsbiburg geboren, ist verheiratet und hat zwei Kinder. Nach seiner Lehrzeit im Fernmeldeamt war er bis zur Pensionierung in diesem Bereich tätig. „Die Aufgaben des Bezirks sind vielseitig, Niederbayern ist ein großes Gebiet mit verschiedenen Strukturen“, wie er bei seiner Vorstellung unterstrich. Er möchte sich dieser Aufgabe stellen und verlässlicher Ansprechpartner sein, versprach er. Gemeinsam wolle man mit voller Kraft zum Wohle der Bürger arbeiten, Familienfreundlichkeit, Bürgerfreundlichkeit und die Schaffung optimaler Verhältnisse seien dabei groß geschrieben, waren sich die Kandidaten abschließend einig.

Bildunterschrift (von links): Hartmut Manske, Bernd Vilsmeier, Hans Sarcher, Olaf Sommerfeld, Udo Egleder, Benjamin Lettl, Florian Huber, Martin Rapke, Maria Bellmann und Ruth Müller (von links)

Homepage Ruth Müller