AK Labertal und Seliger-Gemeinde treffen sich im Maximilianeum
Drei Tage vor dem erstmals begangenen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation hat die SPD-Landtagsfraktion zu ihrem inzwischen siebten Empfang für Heimatvertriebene, Flüchtlinge und Aussiedler geladen. Der SPD-Arbeitskreis Labertal nutze den Termin um sich mit den Freunden der Seliger-Gemeinde auszutauschen.
Vor rund 400 Gästen bekräftigte die SPD-Landtagsfraktion, Völkerverständigung, geschichtliche Erinnerung und die Pflege des kulturellen Erbes seien eine fortdauernde Aufgabe. Beim Empfang wurde der "Wenzel-Jaksch-Gedächtnispreis" der sozialdemokratischen Seliger-Gemeinde an den tschechischen Historiker Jan Kren verliehen, der sich als Brückenbauer zwischen den Vertriebenen und ihren Herkunftsländern im Osten Europas verdient gemacht habe. Die Seliger-Gemeinde hat zusammen mit dem SPD-Arbeitskreis Labertal in den vergangenen Jahren an 7 Standorten in der Region die Ausstellung „Widerstand- Verfolgung- Vertreibung- Integration - Von der DSAP zur Seliger- Gemeinde - die sudetendeutschen Sozialdemokraten“ gezeigt.
"Mahnendes Gedenken an vergangenes Unrecht und Leid kann und muss uns aufrütteln, alles zu versuchen, keine neuen Gedenk-Anlässe zu schaffen", betonte Landtagsabgeordnete Ruth Müller im Gespräch mit den Vertretern der Seliger-Gemeinde und forderte die weltweite Ächtung von Flucht und Vertreibung.
Bildunterschrift: Für die weltweite Ächtung von Flucht und Vertreibung: (v.l.) Mitglied der Seliger-Gemeinde und SPD-AK Sprecher Rainer Pasta, Landtagsabgeordnete Ruth Müller und Karl Garscha vom Bundesverband der Seliger-Gemeinde