Die Roten zu Gast bei der ´roten Ruth´ - scherzten die Pfeffenhausener Feuerwehrleute am Mittwoch bei ihrem Besuch im Bayerischen Landtag. Beim Torbräufest der SPD Pfeffenhausen im letzten Sommer war die Idee entstanden, die Heimatabgeordnete an ihrem Arbeitsort in München zu besuchen und so konnten nun eine Abordnung der Pfeffenhausener Feuerwehr in den Bayerischen Landtag fahren.
Beeindruckt waren alle Eingeladenen vom imposanten Bauwerk, dem Maximilianeum, für das König Max II im Jahr 1857 den Grundstein legte. Ein besonderes Ereignis war die Diskussionsrunde mit ihrer Abgeordneten im Plenarsaal, dort wo sonst nur die Politiker sitzen und ihre Standpunkte austauschen. Ruth Müller stellte sich und ihre Arbeit in den Ausschüssen „Gesundheit und Pflege“ und „Landwirtschaft, Ernährung und Forsten“ kurz vor und gab dann den Besuchern ausreichend Gelegenheit ihre ganz persönlichen Fragen anzubringen. Im Laufe der Diskussion wurde die Vereinbarkeit von Familie und Abgeordnetenarbeit ebenso erläutert wie auch die Zusammensetzung des Parlaments und die Themenvielfalt in den Ausschüssen. Müller schilderte anschaulich, dass es bei vielen politischen Aufgaben auch immer wieder unterschieden werde, welcher Ausschuss für die Behandlung zuständig sei. So berate beispielsweise der Bildungsausschuss die Anträge, die sich mit der Schulbildung von Asylbewerbern beschäftige und im Wirtschaftsausschuss werde die Wohnsituation beraten, während es beispielsweise im Gesundheitsausschuss um die Organisation der medizinischen Versorgung gehe. Nach einem Mittagessen in der Landtagsgaststätte nutzten die Pfeffenhausener Feuerwehrleute noch die Gelegenheit, das NS-Dokumentationszentrum zu besuchen, das sich als Lern- und Erinnerungsort mit den Ursachen, Ausprägungen und Folgen der Verbrechen der NS-Diktatur auseinandersetzt.