Staatssekretär Florian Pronold, MdB im Vorfeld des Labertakler Dreikönigstreffens zu Besuch in Schierling
Im Wissen, dass viele Mittel aus der Städtebauförderung des Bundes nach Schierling fließen, lud der SPD-Ortsverein im Rahmen des Labertaler Dreikönigstreffens den Hauptredner der Veranstaltung, den SPD-Landesvorsitzenden und Parlamentarischen Staatssekretär im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, Florian Pronold, zu einem Rundgang durch den Schierlinger Ortskern und die Besichtigung der Alten Schule ein.
Bürgermeister Christian Kiendl brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass sich der für die Städtebauförderung zuständige Staatssekretär Zeit nehme und sich für die Aktivitäten des Marktes Schierling bei der Städtebauförderung interessiere. Das Marktoberhaupt stellte dar, welche Anstrengungen gemacht werden, um das Grundkonzept des Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramms „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ zu verwirklichen.
Schierling kommt seit 15 Jahren in den Genuss von Fördermitteln
Der Markt komme seit annähernd 15 Jahren in den Genuss von Städtebaufördermitteln, so seien in den ersten Jahren bis 2008 insgesamt 16 öffentliche Investitionsmaßnahmen mit einem Investitionsvolumen von 3,6 Millionen Euro und 1,7 Millionen Euro an Zuschüssen durchgeführt worden. Seit 2008 wurden weitere 22 Maßnahmen angepackt mit einem öffentlichem Investitionsvolumen von 5,7 Millionen Euro, was 2,5 Millionen Euro Zuschüsse auslöste. Besonders beachtlich stellen sich die durch diesen Prozess angestoßenen privaten Investitionen dar, die nach Schätzungen des Marktes die Höhe von 17,8 Millionen Euro erreicht hätten. Kiendl verwies auch darauf, dass Schierling eine der ersten Gemeinden bundesweit war, die eine Evaluierung der Städtebauförderungsmaßnahmen mit einer kommunalen Selbstreflexion durchgeführt hat, was beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung sowie beim Bayerischen Innenministerium Beachtung und Anerkennung fand.
An den Staatssekretär gewandt sagte der Bürgermeister, dass der Markt sehr dankbar dafür sei dass der Bund und der Freistaat Bayern konsequent und kontinuierlich die Mittel für die Städtebauförderung, auch in schwierigen Zeiten, beibehalten und zuletzt auch erfreulich angehoben habe.
Besuch der Alten Schule
„Diese 700 Millionen bewirken mit den Landesmitteln zusammen dann rund zehn Milliarden Euro, die vor Ort investiert werden und das ist eine Hausnummer, die ohne die Städtebauförderung nicht funktionieren würde“, so MdB Florian Pronold. „Die entscheidende Zukunftsfrage ist ja, wie hält man das Leben im Ort, wie kriegt man die Ärzteversorgung hin, wie geht man mit der älter werdenden Gesellschaft um und wie findet man als kleinere Kommune die Antworten, so dass man dieses Verhältnis zwischen ländlichen Räumen und Städten in Gleichgewicht hält, denn es würde auch nicht gut gehen, wenn alle in die Stadt ziehen würden.“ Darum sei es wichtig, dass mit der Städtebauförderung den Menschen in den ländlichen Räumen Instrumente an die Hand gegeben werden, dass etwas angepackt wird.
Bildunterschrift: Staatssekretär Florian Pronold (4.v.li.), Ruth Müller, MdL, (Mitte.) sowie Ortsvorsitzende Madlen Melzer 82.v.li.) und Bürgermeister Christian Kiendl (3.v.li.) beim Rundgang durch den Ortskern.