SPD Adlkofen

„Nos­tal­gie-Bahns­tre­cke“ ver­teu­ert Stra­ßen­bau

Veröffentlicht am 25.08.2018 in Wahlkreis


Altdorf. Die Altdorfer SPD lässt hinsichtlich der Entwidmung der noch verbliebenen Teilstrecke der ehemaligen Rottenburger Bahnlinie nicht locker. Gerade die Querung der geplanten Neutrasse B 299 zwischen Arth und Pfettrach würde die angrenzenden Ortschaften belasten und dazu eine recht teure Signal- und Schrankenanlage erfordern. Allein diese Technik ist auf 600 000 bis 800 000 Euro veranschlagt.

 
Bei einem neuerlichen Vor-Ort-Termin an der Bahnquerung in Arth (Staatsstraße) mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller kritisierte zweiter Bürgermeister Georg Wild im Beisein des Marktgemeinderates Hans Seidl und des SPD-Ortsvorsitzenden Hans Wagner das unwirtschaftliche Festhalten der Bayern-Bahn an dieser Nostalgie-Strecke. Erst in den vergangenen Wochen haben abgestellte Waggons viele Mitbürger aufgeschreckt, erklärte der Kommunalpolitiker (wir berichteten). Das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr hat der Landtagsabgeordneten Ruth Müller inzwischen mitgeteilt, dass durch den Bau der Umgehungsstraße B 299 eine weitere Bahnquerung hinzukommen würde. Derzeit kreuzt die B 299 nur zwischen Weihmichl und Unterneuhausen diese Bahnlinie. Nach dem Bau käme die zitierte Bahnquerung zwischen Arth und Pfettrach hinzu. Von der ursprünglichen Planung, die Kreuzung von Bundesstraße und Bahnlinie höhenfrei zu gestalten, sei man abgekommen, erklärte die Landtagsabgeordnete. Ein hoher Straßendamm durch das Further Bachtal und eine hohe Lärmschutzwand seien jetzt bei der Planung „Gott sei Dank“ vom Tisch. Das zwölf Meter hohe Bauwerk hätte einen massiven Eingriff in das Landschaftsbild bedeutet, erläuterte die Politikerin. Wegen der schwachen Frequentierung der Bahnlinie sei nun entschieden worden, hier ausnahmsweise schienengleiche Bahnübergänge zu akzeptieren. Statt dessen würden aber die zwangsläufig erforderlichen Signal- und Schrankenanlagen sehr viel Geld kosten. Angesichts der „schwachen Frequentierung“ der Bahnlinie mache es überhaupt keinen Sinn, Gleise zu verlegen sowie Signal- und Schrankenanlagen zu installieren, meinte die Abgeordnete. Sie verwies darauf, dass die Bahnstrecke definitiv in Unterneuhausen endet, so dass selbst bei einer Reaktivierung der Bahnlinie keine weiteren Verbindungsmöglichkeiten in ein anderes Oberzentrum bestehen würden. Dazu Georg Wild: „Auf der Bahnlinie ließe sich durchaus ein Fahrradweg bauen. Davon hätten viel Bürger etwas“. Zudem erinnerte er daran, dass auch in Altdorf einige vernünftige Maßnahmen realisiert werden könnten.
 

Bildunterschrift: Ört­li­che SPD for­dert Ent­wid­mung der ver­blie­be­nen Pfet­trach­ta­ler Bahn. MdL Ruth Müller mit zweitem Bürgermeister Georg Wild, Marktgemeinderat Hans Seidl (r.) und SPD-Ortsvorsitzender Hans Wagner (links) bei der bestehenden Bahnquerung der Staatsstraße in Arth.

Homepage Ruth Müller