SPD Adlkofen

Keine/r darf verloren gehen! Gute Schulen für unsere Kinder

Veröffentlicht am 25.02.2008 in Wahlen

Am Montag, 18. Februar 2008 referierte Franz Schneider, Stadtratskandidat und Mitglied im AK Kultur um 19:30 Uhr im Schloss Schönbrunn zur Situation der Schulen, vor allem der Hauptschulen.

10% der Schüler verlassen die Schule ohne Abschluss, nur 19% erreichen das allg. Abitur. Pro Jahr bleiben 60.000 Schüler sitzen. Das sind nur ein paar Zahlen der verfehlten Schulpolitik in Bayern. Weil diese Schüler besonders unterstützt und gefördert werden müssen entstehen geschätzte Kosten von 250 Mio. Euro. Die Teilnehmer interessierte wie viele Lehrer man für diesen Betrag bezahlen könnte und damit den Schülern das Sitzenbleiben ersparen könnte. Bei einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 30.000 € wären das über 800 Lehrer.

Heile Familienverhältnissen wünschen sich alle, jedoch darf dieser Wunsch den Blick für die Alltagsrealität unserer Schulkinder und Jugendlichen und ihrer Familien nicht verschleiern.

Bessere Bildungsmöglichkeiten für Alle bietet die Ganztagsschule. Die gebundene Form der Ganztagsschule mit Mittagstisch, Fördermaßnahmen und betreute Hausaufgaben hätte einige Vorteile. Erzieherische Ziele kämen eher allen Schülern zugute.

Was kann eine Stadt für die Kinder und die Eltern tun?
Die Angebote ganztägiger Betreuung von Kindern und Jugendlichen ausbauen und damit den berufstätigen Eltern die Situation erleichtern. Sie bilden den geeigneten Rahmen für qualitativ hochwertigen Unterricht und sind auch aus familienpolitischer Sicht überfällig. Eine Stadt kann Jugendtreffs finanzieren mit Angeboten zur Erfahrung von Selbstwirksamkeit und die Zahl der Jugendpfleger und Sozialarbeiter vermehren.

Notwendig ist eine längere gemeinsame Schulzeit, die angemessene personelle Ausstattung der Schulen für kleinere Lerngruppen und individuelle Förderung sowie ein Mittlere-Reife-Angebot an jede Hauptschule. Die Hauptschule verliert zwar Schüler, jedoch ist es menschenverachtend und unsinnig, die Hauptschüler als „Rest“ zu diffamieren.

Betriebe brauchen Hauptschüler als Facharbeiter. Franz Schneider nannte interessante Zahlen: Bei BMW (DGF) sind 48% der Azubis Hauptschüler, bei AUDI sind es 58% der Azubis. Im Handwerk werden 66% der Azubis aus der Hauptschule eingestellt. Deshalb müssen die Rahmenbedingungen der Hauptschulen verbessert werden über die Finanzmittel, die durch den Rückgang der Schülerzahlen an Hauptschulen frei werden. Mit dem Geld könnten auch Schulgebäude gebaut oder verändert werden, damit Kinder gern lernen und Lehrer und Angestellte gern arbeiten. Es könnten wirtschaftlich schwache Familien unterstützt werden und der Sozialpass ausgeweitet werden.

Bessere Bildung für alle kommt den Betroffenen und der Wirtschaft zu gute. Aus Hauptschülern können hervorragende Facharbeiter werden, die von Arbeitgebern dringend gesucht werden..

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