Nach Painten und Riedenburg führte die Info-Tour der SPD-Landtagsabgeordneten Johanna Werner-Muggendorfer und Ruth Müller. Die beiden Politikerinnen aus Neustadt an der Donau und dem Landkreis Landshut wollten mehr wissen über die Entwicklung der Windanlage im Paintner Forst.
Damit bald ein Drittel der Haushalte im Landkreis Kelheim Strom aus Wind nutzen kann, dafür wollen sich Werner-Muggendorfe, sowie Müller auch auf Landtagsebene einsetzen. Noch läuft das Genehmigungsverfahren für die elf Windräder im Paintner Forst. Und es wird noch dauern, denn schon in den letzten vier Jahren mussten jede Menge Hürden genommen werden. Das Waldgebiet steht nämlich unter Landschaftsschutz, zudem wurden hier u.a. Schürffelder aus dem Mittelalter gefunden ebenso Dolinen, und außerdem führt darüber eine der Einflugschneisen des Flughafens Manching.
Bereits 2007 wurde von der Bayerischen Staatsregierung mit der Firma Ostwind ein Standortsicherungsvertrag im Paintner Forst geschlossen. Die Genehmigung für die Anlage, so rechnet das Regensburger Unternehmen, werde erst im nächsten Jahr abgeschlossen sein.
Die rund 200 Meter hohen Windturbinen sind von den nächsten Wohngebieten 11.000 bis 12.000 Meter entfernt, nur die Rotoren mit einem Durchmesser von 137 Metern ragen über die Baumwipfel aus dem Wald heraus.
Die Windausbeute im auf 500 Metern Höhe gelegenen Paintner Forst wird von den Fachleuten von Ostwind als „optimal“ bewertet. Der gewonnene Strom, so ist es geplant, soll durch unterirdische Leitungen zu den Haushalten fließen.
„Eine hervorragende Sache“, lobt Johanna Werner-Muggendorfer, der die Windkraft „sehr am Herzen liegt“. Schließlich könne mit dieser Energie niemand zu Schaden kommen: „Da muss man schon lang suchen, bis ein Haken gefunden ist“, betont die Abgeordnete. Zudem seien die Windräder rückbaubar, „sollte ein neuer und besserer Weg zur Gewinnung von Energie gefunden werden.“