SPD Adlkofen

Hun­dert Pro­zent für „star­ke Front­frau“ der SPD

Veröffentlicht am 03.08.2018 in Wahlkreis

Kreis­vor­sit­zen­de Ruth Mül­ler wie­der­ge­wählt – „Un­se­re The­men be­we­gen die Men­schen“

In der heißen Phase des Landtagswahlkampfs kann sich Ruth Müller buchstäblich zu hundert Prozent auf ihre Genossen im Landkreis Landshut verlassen: Als Chefin des SPD-Kreisverbands wurde die Abgeordnete aus Pfeffenhausen bei der Kreiskonferenz in Ergolding einstimmig wiedergewählt. „Wir könnten nicht schieben, wenn Du uns nicht ziehen würdest“, sagte Ruth Müllers Vize Gerhard Babl, der ebenso wie die beiden anderen stellvertretenden Kreisvorsitzenden Sebastian Hutzenthaler und Peter Forstner bestätigt wurde.

Die seit nunmehr zehn Jahren amtierende Vorsitzende erwiderte den Dank an ihre Parteifreunde, die die dafür gesorgt hätten, „dass wir als SPD im Landkreis wahrnehmbar, sichtbar und hörbar waren“. Dafür wollen sich neben Müller und ihrem Stellvertreter-Triumvirat Babl, Hutzenthaler und Forstner in den nächsten zwei Jahren auch die ebenfalls einstimmig wiedergewählte Schatzmeisterin Kerstin Schanzer sowie Sibyllle Entwistle als neue Schriftführerin einsetzen. Der Kreisvorstand wird durch insgesamt 20 Beisitzer komplettiert: Theresa Bergwinkl, Philipp Buchta, Maximilian Ditmer, Christine Erbinger, Sabine Gröger, Sebastian Garnreiter Martin Hujber, Josef Kollmannsberger, Armin Reiseck, Ugur Sahin, Markus Schlichter, Peter Schmid, Kim Seibert, Monika Stadler, Markus Stiller, Alex Tratzky, Hans Wagner, Georg Wild und Angelika Wimmer. Jugendbeauftragter ist Andreas Friedrich und Seniorenbeauftragte Marianne Bontzol. Hans Seidl engagiert sich weiterhin als Organisationsleiter der Landkreis-SPD mit ihren 22 Ortsvereinen und rund 480 Mitgliedern, deren Zahl nahezu konstant geblieben ist. Die Kasse werden wie bisher Martina Hesse-Hujber und Franz Sedlmeier prüfen. Ruth Müller schwor ihre Parteifreunde unterdessen auf die bevorstehende Landtagswahl ein und gab sich mit Blick auf den 14. Oktober selbstbewusst und kämpferisch: „Wir haben die Themen, die die Menschen wirklich bewegen“, konstatierte die niederbayerische SPD-Spitzenkandidatin. Deshalb komme es in den zehn Wochen bis zum Wahltag darauf an, die Positionen und Programme ihrer Partei zu bezahlbarem Wohnraum und Mietpreisbremse, sicherer Rente, kostenfreien Kitas, besserer Bildung, besserer Pflege und besserer Finanzausstattung für die Frauenhäuser in den Mittelpunkt zu stellen. Dabei wolle sie „nicht breitbeinig und großkotzig wie die CSU mit ihrer Mia-san-mia-Mentalität auftreten“, sondern den Menschen signalisieren: „Mia san fia Eich da!“ Dass die SPD in Bayern seit mehr als sechs Jahrzehnten in der Opposition ist, kann Ruth Müller nicht entmutigen. Die SPD sei zwar in der hundertjährigen Geschichte des Freistaats „nicht oft an der Macht“ gewesen, so Müller: „Aber wir waren auch nicht ganz machtlos.“ In diesem Zusammenhang warb sie im Rahmen der Kreisdelegiertenversammlung beim Ergoldinger Kraxn-Wirt erfolgreich für die Linie der Bayern-SPD, ohne Koalitionsaussage in den Wahlkampf zu ziehen, anstatt – wie von den Jusos im Landkreis vergeblich gefordert – von vornherein eine Zusammenarbeit mit der CSU auszuschließen. „Die Koalitionsfrage stellt sich noch nicht“, bekräftigte Ruth Müller, auch wenn sie selbst ganz klare Vorstellungen hat: „Mit der CSU zu koalieren, ist genauso abwegig wie das Raumfahrtprogramm vom Söder.“ Gleichwohl müsse die niederbayerische SPD „noch einiges tun“, wenn sie künftig wieder beziehungsweise mehr als drei Abgeordnete in den Landtag entsenden will, gab Rita Hagl-Kehl, Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin, zu verstehen: „Wir müssen uns um die Menschen kümmern.“ Deshalb sei es auch so wichtig, dass die SPD in Niederbayern mit Ruth Müller eine „starke Frontfrau“ aufzubieten habe: Sie sei nicht nur die „fleißigste Kandidatin, die wir haben“, so Hagl-Kehl: „Die Ruth ist unheimlich präsent und eigentlich immer da, wenn man sie braucht.“ Dabei habe sie auch die Bodenhaftung nicht verloren, sondern halte weiterhin Kontakt zur Kommunalpolitik, wie der stellvertretende Kreisvorsitzende und Chef der SPD-Kreistagsfraktion, Sebastian Hutzenthaler, attestierte.

Text & Bild: Horst Müller

Homepage Ruth Müller