SPD Adlkofen

Hilfe für Imker und Bienen gefordert

Veröffentlicht am 04.08.2014 in MdB und MdL

(Text: Hannelore Summer – Donauanzeiger vom 31.7.14)

MdB Rita Hagl-Kehl und MdL Ruth Müller im Gespräch mit niederbayerischen Imkern

Deggendorf:  Es gibt ungefähr 4000 Imkerinnen und Imker in  Niederbayern, aber manche fühlen sich oft von der Politik zu wenig wahrgenommen.

Deswegen freuten sich Peter Lemke der Vorsitzende des Bezirksverbands Imker Niederbayern sowie Karl Bertl und Theo Günther, die beiden Vorsitzenden des Kreisverbands Imker Deggendorf und einige lmkerinnen und Imker über den Besuch der Bundestagsabgeordneten Rita Hagl-Kehl und der Landtagsabgeordneten Ruth Müller im Bienenhaus auf der Landesgartenschau.

Die beiden SPD-Politikerinnen sind neu im Parlament Sie wollten sich informieren, was die Leute beschäftigt und Ansprechpartner vor Ort kennenlernen.

Umwelt-Probleme

Viele Menschen entdecken es als eine Bereicherung wenn sie Bienen halten Die Imkerei würde einen Aufschwung erleben wenn nicht Krankheiten und schwierige Umweltbedingungen den Völkern und den Imkern das Leben schwer machen würden. Da müssen die Imkerinnen und Imker viel wissen und können. „Es ist nicht nur die Varroamilbe, es sind Futtermangel und die Belastung durch Spritzmittel, die unsere Bienen schwächen“, erläuterte Lemke.

Mit den beiden Politikerinnen überlegten die Imker, wie sie das Nahrungsangebot für die Bienen, etwa durch Information für Hausgärtner, Kommunen und Kirchengemeinden oder Förderung von Blühstreifen oder bienenfreundlichen Energiepflanzen in der Landwirtschaft verbessern können. Die Förderung von Heumilch, wobei die Wiesen erst geerntet werden, wenn der Löwenzahn verblüht ist und blühende Eiweißpflanzen, können die Tracht, die Nahrungsquelle für die Bienen, bereichern. Pestizide schwächen die Völker, da wäre es schon ein Erfolg, wenn sie in den Hausgärten nicht mehr verwendet würden. Wünschenswert wäre es, wenn immer mehr Bauern auf Ökolandbau umsteigen und ganz auf Spritzmittel verzichten würden. Günther bat die Politikerinnen, zu prüfen, ob es möglich ist, Importhonig auf Spuren der amerikanischen Faulbrut zu untersuchen. Immer wieder passiert es, dass diese Bienenkrankheit übertragen wird, wenn Verbraucher leere Honiggläser offenlassen, damit sie die Bienen auslecken können. Die Gesprächspartner waren sich einig, dass sie keine Gentechnik auf den Feldern wollen und dass sie wenigstens auf den Feldern Bayerns und Deutschlands verboten bleiben solle. Hagl-Kehl und Müller sind Mitglieder des Landwirtschaftsausschusses ihrer Parlamente und versprachen, die Anliegen der Imker mit nach München und Berlin zu nehmen und sich ihrer anzunehmen.

 

Bildunterschrift: Im Gespräch mit den niederbayerischen Imkern – MdB Rita Hagl-Kehl (Mitte li.) und MdL Ruth Müller (Mitte re.)

 

 

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