SPD Adlkofen

Hans Seidl bleibt weiterhin Vorsitzender

Veröffentlicht am 13.04.2013 in Ortsverein

inmitten der Vorstandschaft der SPD Altdorf

Neuwahl beim SPD-Ortsverein - Kritik wegen Versäumnissen bei Geothermie - Ruth Müller zu den GBW-Wohnungen

Vorsitzender des SPD-Ortsvereins bleibt weiterhin Hans Seidl, der einstimmig bei der Hauptversammlung in seinem Amt bestätigt wurde. In seiner Bilanz erinnerte er an eine sachgerechte Kommunalpolitik. Deutliche Kritik wurde von Mitgliedern am geplanten Geothermie-Projekt geübt. Stellvertretende Landrätin Christel Engelhard und dritter Bürgermeister Georg Wild verwiesen auf "hausgemachte Verssäumisse", die sich nicht die SPD-Marktgemeinderatsmitglieder zuschreiben lassen müssen.

Das Vereinsjahr 2012 / 2013 war, wie Hans Seidl bei dieser Hauptversammlung im Gasthaus "Frauenbauer" erwähnte, von der verlorengegangenen Bürgermeisterwahl geprägt. "Trotzdem sind wir Kommunalpolitiker nicht entmutigt. Wir werden uns weiterhin für eine sachgerechete Kommunalpolitik einsetzen." Im Berichtszeitraum hat der Ortsverein für Mitglieder und interessierte Bürger gezielt Informations- und gessellige Veranstaltungen angeboten.

Der Aussage der CSU-Landtagsabgeordneten Gertraud Goderbauer, der Freistaat Bayern tue viel für seine Kommunen, entgegnete Hans Seidl mit der Feststellung, die Politikerin solle scih mal außerhalb von Ergolding bei den Nachbargemeinden umhören. "Altdorf hat mit angespannten Haushaltsfinanzen zu kämpfen". Dazu sieht er auch das von allen Bürgern gewünshcte Geothermie-Projekt "auf der Kippe stehend".

"Niemand ist gegen die Geothermie", bekräftigte dritter Bürgermeister Georg Wild. Nach seinen Worten muss aber dieses Vorhaben wirtschaftlich darstellbar sein. "Und hier wurden die Hausaufgaben hinsichtlich erhoffter und sogar eingeplanter Staatszuschüsse und einer rechtzeitig realistischen Kalkulation nicht gemacht". Die stellvertretende Landrätin Christel Engelhard erinnerte daran, dass sie stets Zweifel an der nachhaltigen Wirtschaftlichkeit des Geothermie-Projekts angemeldet habe. "Deshalb habe, weil die Finanzierung nicht passte, immer gegen das Projekt gestimmt", erklärte die Kommunalpolitikerin.

Über eine Stunde diskutierten die Anwesenden über das einst "großspurig angekündigte" Geothermie-Projekt. Bereits sechs Millionen Euro haben die Marktgemeinde und die kommunale Gesellschaft ausgegeben. Weitere Kosten könnten folgen. Und dazu räumte dritter Bürgermeister Georg Wild ein: Zum vierten Mal wird jetzt die Wirtschaftlichkeit des Geothermie-Projekts geprüft, nachdem die vorausgegangenen Berechnungen negativ ausgefallen sind. Der Bankkaufmann Hans Wagner sprach deshalb von einem Dilettantismus.

Mit dem Verkauf der bisher im Besitz der Bayerischen Landesbank befindlichen GBW-Wohnungen an ein Konsortium unter Führung der Patrizia AG gehen auch in Altdorf 206 Wohnungen in deren Eigentum über, teilte die SPD-Kreisvorsitzende Ruth Müller mit. Sie meinte, dass dieser Verkauf ein "schwarzer Tag" für Meiter und Wohnungssuchende sei. "An der politischen Verantwortung der Bayerischen Staatsregierung für diese krasse Fehlentscheidung besteht kein Zweifel", betonte die Landtagskandidatin, die durchaus Risiken auf die Mieter zukommen sieht.

Die unter der Leitung von Marianne Bontzol gefassten Beschlüsse und durchgeführten Wahlen für die neue Vorstandschaft wurden reibungslos abgewickelt. Kassier Otto Janak stellte zuvor seinen Finanzbericht vor: Revisor Martin Lackermeier bescheinigte ihm eine ordentliche Kassenführung, so dass die Entlastung einstimmig erfolgte. Der neuen Vorstandschaft gehören an: Vorsitzender Hans Seidl, seine Vertreter sind Georg Wild und Hans Wagner. Kassier bleibt Otto Janak, Schriftführerin ist Christel Engelhard. Als Organisationsleiter fungieren Michael Kapfhammer und Manfred Leneis. Beisitzer sind Gabi Tischler, Bernhard Vogel, Fridolin Selzer und Karl Blechinger.

Homepage Ruth Müller