
Letzte Station der frauenpolitischen Reise der SPD-Landtagsfraktion: MdL Johanna Werner-Muggendorfer und MdL Ruth Müller zu Gast bei Kapitänin Renate Schweiger

Letzte Station der frauenpolitischen Reise der SPD-Landtagsfraktion: MdL Johanna Werner-Muggendorfer und MdL Ruth Müller zu Gast bei Kapitänin Renate Schweiger
Auf Initiative von MdL Johanna Werner-Muggendorfer fand die Frauenwoche der SPD Landtagsfraktion „einen sehr guten Abschluss,“ wie die Teilnehmer dieser letzten Gesprächsrunde in Kelheim lobten. Die Abgeordnete hatte dazu Renate Schweiger geladen, eine der wenigen weiblichen Kapitäne, die mit Ausflugsschiffen auf der Donau kreuzen.
„Ich habe einen Traumberuf,“ schwärmte die Frau, auf deren Kommando die Schiffscrew hört. Tatsächlich muss sie sich längst nicht mehr gegen Vorurteile durchsetzen. Dafür gestaltete sich der Anfang ihrer fünfjährigen Ausbildung umso schwerer. Mit Können und Überzeugungskraft gelang es der damals 16-Jährigen jedoch rasch, sich in dieser damals reinen Männerwelt zu behaupten. „Das habe ich bis heute beibehalten,“ sagt Renate Schweiger.
Überzeugen und begeistern konnte sie auch MdL Ruth Müller, die die Frauenwoche samt Reise organisiert hatte. Mit dabei war auch Dr. Simone Strohmayr, die frauenrechtliche Sprecherin und stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, sowie streckenweise weitere weibliche Abgeordnete. Sie besuchten unter anderem Frauenprojekte im Freistaat, diskutierten mit Frauen in Führungspositionen in Wirtschaft und Politik und informierten sich über spezielle Selbsthilfe- und Beratungszentren für Frauen.
Als einziger Mann in der Abschluss-Runde saß Kelheims Bürgermeister Horst Hartmann in seiner Funktion als Gastgeber. Zudem wissen die SPD-Politikerinnen. „Wir brauchen die Männer, um unsere frauenpolitischen Ziele zu erreichen,“ so Johanna Werner-Muggendorfer. Weil es beim Abschlussgespräch um Arbeit ging, war auch Dr. Christine Scharf-Hagenmiller, die Bereichsleiterin der Agentur für Arbeit in Regensburg, angereist. Sie wird Frau Kapitän künftig zu der einen oder anderen Veranstaltung bitten, bei der es um Frauen in Männerberufen geht.
Damit diese dort optimal bestehen können und grundsätzlich im Beruf nicht benachteiligt sind, fordert die SPD flächendeckende Angebote in der Kinderbetreuung. Johanna Werner-Muggendorfer wünscht sich „Kitas, die rund um die Uhr geöffnet haben.“ Ein solches Angebot erhöhe die Chancengleichheit von Mann und Frau im Job beträchtlich.
Renate Schweiger hatte bei ihrer Ausbildung und den ersten Jahren als Schiffsführerin Glück: „Wenn meine Mutter nicht gewesen wäre, hätte ich das alles nicht geschafft,“ sagt das einstige Einzelkind aus einer Kelheimer Schiffsunternehmer-Familie.
Homepage Ruth Müller