SPD Adlkofen

Erneuerbare Energien gewinnen

Veröffentlicht am 22.06.2013 in Umwelt

Andreas Witt von den "Solarthemen" und Ruth Müller bei der Meisterfeier

Gemeinde Pfeffenhausen erzielt Spitzenplatz bei der Meisterfeier

Erstmals fand im Landkreis Landshut – in Schalkham – die Meisterfeier der Solarbundesliga statt, die von der Zeitrschrift „Solarthemen“ ausgerichtet wird.

Seit dem Jahr 2001 existiert diese Bundesliga und seit 11 Jahren „spielt“ auch die Gemeinde Pfeffenhausen ganz vorne mit. Bei der Meisterfeier im Kloster Johannesbrunn erfuhr Gemeinderätin Ruth Müller für die Gemeinde Pfeffenhausen von Chefredakteur Andreas Witt von den „Solarthemen“ auch den aktuellen Platz der Gemeinde Pfeffenhausen: Mit 5.649 Punkten erreicht Pfeffenhausen bundesweit Platz 18 von über 2.300 teilnehmenden Kommunen. In der Landkreiswertung belegt Pfeffenhausen nach Schalkham Platz 2 der Wertung. Gewertet werden Photovoltaik- und Solarthermie-Anlagen und dies unterschiedlich nach der Größe der Kommune. Über 750 Gemeinden gibt es im Bereich bis 5.000 Einwohner, in die auch der Markt Pfeffenhausen fällt. Innerhalb dieser 750 Gemeinden steht Pfeffenhausen mit einem hervorragenden 6. Platz in der Wertung ganz vorne.

„2001 hatte der Bund Naturschutz Pfeffenhausen eine Fotoausstellung über die Nutzung regenerativer Energien initiiert“, erinnert Ruth Müller an die Anfänge in Pfeffenhausen. Damals sei sie – mit ihrem Sohn auf dem Fahrradsitz – durch die Gemeinde geradelt und habe verschiedene Häuser mit Solarthermie- und Photovoltaikanlagen fotografiert und die Daten erfasst. Bei einer Foto-Ausstellung in der Sparkasse Pfeffenhausen habe man dann die Werbetrommel für den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien gerührt und auf die Fördermöglichkeiten hingewiesen. 2002 habe die SPD den Antrag im Gemeinderat gestellt, die gesammelten Daten als Grundlage für die Meldung zur Solarbundesliga zu verwenden, was mit einer knappen Mehrheit beschlossen wurde. 2002 hätte man einen Stand von 23 Punkten erreicht, was Platz 34 bedeutete. Allerdings waren damals gerade einmal 223 Kommunen deutschlandweit gemeldet. Elf Jahre lang sammle sie nun in der Gemeinde schon die Daten der installierten PV- und Solarthermie-Anlagen, so Ruth Müller, was sich auch in der guten Gesamtwertung Pfeffenhausens in der Solarbundesliga bemerkbar mache. Die installierten Anlagen werden in Watt pro Einwohner umgerechnet, sodass die Vergleichbarkeit zwischen den Kommunen möglich sei. Neben der Punktebewertung seien allerdings auch zwei andere Merkmale für die Teilnahme an der Solarbundesliga von Bedeutung, so Müller: Zum einen trage jeder Quadratmeter Solarthermie dazu bei, von fossilen Brennstoffen unabhängiger zu werden. Zum anderen werde auch viel Geld in der Region investiert. In der Gemeinde Pfeffenhausen sind mittlerweile rund 23 Megwatt-Peak an installierter Leistung durch Photovoltaik vorhanden, was einem Investitonsvolumen von rund 50 Millionen Euro entspricht.

Neben dem positiven Effekt der Demokratisierung der Energieversorgung bedeutet das aber auch für alle Gemeinden im Bereich der Haushaltsplanungen eine wichtige Größe: Die ersten PV-Anlagen sind bereits über 10 Jahre in Betrieb und die Erträge werden die Einkommenssteueranteile in den Kommunen langfristig sichern. Der gute Platz sei auch dem Engagement der Bürgerinnen und Bürger, die auf erneuerbare Energien setzen, geschuldet und natürlich auch den Handwerksbetrieben, die seit vielen Jahren unkompliziert mit ihr zusammen arbeiten. „Die Energiewende wird nur funktionieren, wenn sie viele Bürger mitgestalten“, so Müller.

Homepage Ruth Müller