
Niederbayerischen Landtagsabgeordnete besuchen Neustadts Kultur- und Freizeitlandschaft
„Lebendige Kultur und engagierte Eigenleistung,“ präsentiert sich für Neustadts Bürgermeister im Kulturhaus in Schwaig, als dessen Motor noch immer Hans Bauer steht. Der Altbürgermeister des Dorfs vor dessen Eingemeindung und zweite Bürgermeister in Neustadt danach, lässt keinen Tag verstreichen an dem er in den Räumen nicht kurz nach dem Rechten schaut. So ist übernimmt er es auch selbstverständlich, die Landtagsabgeordneten Bernhard Roos aus Passau, Ruth Müller aus Landshut, sowie die „Heimatabgeordnete“ Johanna Werner-Muggendorfer über Neustadts Kulturlandschaft und deren Förderung zu informieren.
Genutzt wird das Kulturhaus vorwiegend von der „Dorfbühne Schwaig“, deren Schauspieler wegen ihrer hohen Professionalität weit über die Landkreisgrenzen hinaus bekannt sind. Die Theaterabende sind daher grundsätzlich ausverkauft, und für’s „Derblecken“ im Rahmen des Starkbierfests reichen schon die derzeit drei Vorstellungen nicht mehr aus.
Rund 1,2 Millionen Euro flossen bis heute in das Kulturhaus, dessen Bau mit 600.000 Euro von LEADER (Liaison entre actions de développement de l'économie rurale) der EU gefördert wurden. „Ein besonders gutes Beispiel dafür, wie man Privatinitiative auf dem Land optimal unterstützen kann,“ lautete dazu der Kommentar von Ruth Müller.
Neustadt gehört zu den Kommunen, die diese Geldquelle der Europäischen Union bisher schon reichlich genutzt haben. Nach Angaben von Thomas Reimer sind es mittlerweile rund zwei Millionen Euro, die für Projekte aus diesem Maßnahmenprogramm speziell für den ländlichen Raum, gewonnen werden konnten. „Auf diese Möglichkeit sollten auch andere Gemeinden im Freistaat verstärkt hingewiesen werden,“ darin waren sich die drei SPD-Abgeordneten einig. Das wäre eigentlich die Aufgabe des Amts für ländliche Entwicklung. Doch weil dort zu wenig Personal zur Verfügung stehe, würde nur unzureichend informiert, weiß Ruth Müller in ihrer Funktion als Mitglied im Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft im Landtag.
Zu einer weiteren Maßnahme, die mit Hilfe dieser EU-Mittel realisiert wurde, gehört die Freizeitanlage am See in Mauern, ebenfalls einem Ortsteil von Neustadt. Vor zehn Jahren entstand an der Südspitze des gut neun Hektar großen Badesees eine Flachwasserzone mit anschließender Liegewiese, Sportanlagen und Spielplatz, Kiosk, Umkleiden, barrierefreien Sanitärräumen, sowie DLRG-Rettungsstation. Kosten: insgesamt 800.000 Euro an denen sich Leader mit 500.000 Euro beteiligte. Der Hauptteil des Ufergeländes rund um den See ist Naturschutz und Fischern vorbehalten.