Text : Donau Anzeiger v. 3.11.14, Dagmar MoosmüllerSPD- Ortsverein Osterhofen besichtigt die Osterhofener Tafel
Osterofen. (md) Am Freitagabend traf sich der SPD-Ortsverein mit seiner Vereinsspitze in den Räumlichkeiten der Osterhofener Tafel. Die Leiterin Bruni Irber begrüßte zu dieser Führung die Landshuter Landtagsabgeordnete Ruth Müller sowie zweiten Bürgermeister und Vorsitzenden des SPD Ortsvereines Thomas Etschmann und die Stadträte Matthias Meier und Robert Kröll.
Bruni Irber gab einen interessanten Einblick in den Alltag der Osterhofener Tafel. Diese gründete sie im Juli 2008 auf eigene Initiative. Statt Geburtstagsgeschenken bat sie damals um Spenden für die Gründung der Tafel. Am 8. Dezember 2008 war die erste Lebensmittelausgabe der Tafel in Osterhofen.
Mittlerweile ist die Tafel in Osterhofen nicht mehr wegzudenken. Wöchentlich fahren die Ehrenamtlichen Helfer 25 Supermärkte in Osterhofen, Eichendorf, Künzing und Umgebung an und holen die Lebensmittel ab. Die 30 Ehrenamtlichen Mitarbeiter leisten wöchentlich 130 Stunden Arbeit für das Gemeinwohl. Immer montags wird das eingefrorene Brot vom Globus mit ihrem eigenen Kühlwagen abgeholt.
Mittwochabends werden die Bäcker angefahren und Ware abgeholt. Auch viele Bauern spenden der Tafel Lebensmittel. Wenn die Ware vor Ort ist, wird alles aussortiert und gezählt, damit alle Bezugsberechtigten Waren im selben Wert erhalten. Zur Zeit gibt es 80 Berechtigte in der Stadtgemeinde. „Alle Berechtigten bekommen Lebensmittel, es geht keiner mit leeren Taschen nach Hause“, versicherte Irber. Es gebe frisches Obst, Salat und Gemüse sowie Milchprodukte.
„Es werden keine abgelaufenen Lebensmittel in die Taschen gepackt.“ Da viel junge Mütter nicht mehr kochen können, werden extra einfache Rezepte ausgelegt, die sie nachkochen können. Alle Kunden die einen Berechtigungsschein haben werden hier bedient. Unter der Trägerschaft der AWO fühlt sich Bruni Irber mit der Tafel gut aufgehoben, denn Versicherungen und sonstige Posten werden hier in einem Paket günstiger angeboten, denn allein die Betriebskosten der Tafel belaufen sich auf monatlich 400 Euro.
Was Bruni Irber schwer zu schaffen machte, ist die Flut im vergangenem Jahr, denn seit dieser Zeit sind die Spendengelder wie abgeschnitten und die braucht die Tafel in Osterhofen ganz dringend. Ruth Müller bedankte sich bei Bruni Irber für ihre Ausführungen über die Osterhofener Tafel mit einem Geschenkkorb voll mit Bienenhonig, dies sei ein Produkt, so Müller, das es in der Tafel selten gibt und so gesund ist.
Mit einer Führung durch die Lagerräume und den neu hinzugekommenen Aufenthaltsraum für die Kunden, beendet Bruni Irber ihre Ausführungen.
Bildunterschrift: Besuch bei der Tafel: Stadtrat Robert Kröll, stellvertretender Bürgermeister Thomas Etschmann, MdL Ruth Müller, Stadtrat Matthias Meier und Bruni Irber.