SPD Adlkofen

„Die Gruppierungen ziehen an einem Strang“

Veröffentlicht am 09.07.2020 in Allgemein

Landrat Werner Bumeder war im Gespräch mit SPD-Abgeordneter Ruth Müller

 

Dingolfing. „Bis jetzt ziehen alle Gruppierungen an einem Strang und wir können im guten Miteinander Projekte bearbeiten“. Dieses Zwischenfazit über die Kreistagsarbeit zog Landrat Werner Bumeder beim Antrittsbesuch der Landshuter SPD-Landtagsabgeordneten Ruth Müller in Bumeders Amtszimmer.

 

Müller ist Vorsitzende der SPD-Fraktion im Landshuter Kreistag und seit 2013 Landtagsabgeordnete. Sie ist landwirtschaftliche Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sprecherin für Frauenpolitik und Mitglied im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Sie betreut als SPD-Abgeordnete nicht  nur ihren eigenen Landshuter Stimmkreis, sondern auch die Stimmkreise Dingolfing, Straubing, Rottal-Inn und Kelheim. Heuer war sie im Landkreis Landshut Landrats-Kandidatin.

Viele Berührungspunkte

Zwischen den unterschiedlichen politischen Ebenen gebe es viele Berührungspunkte, stellte Landrat Bumeder fest. Dies gelte nicht nur für die Beziehungen zwischen Land und Landkreisen, sondern auch für die kommunale, Bezirks-, Bundes- und Europaebene. Die Berührungspunkte beträfen Gesetzgebung, Vollzug wie auch viele Einzelmaßnahmen. „Wir sind alle angetreten, die Lebensqualität für die Bürger zu verbessern, da müssen wir alle zusammenhelfen“, sagte Bumeder.

Der Zusammenhalt sei bislang auch im Kreistag erkennbar. Es seien zehn Gruppierungen im Kreistag. „Bisher ziehen alle an einem Strang“, stellte Bumeder fest.

Allerdings könne es sein, dass der Kreis seinen Kurs anpassen muss. Dann nämlich, wenn die Gemeinden melden, dass die Gewerbesteuer fehlt. Bumeder sprach sich dafür aus, an der Sanierung und Erweiterung der Herzog-Tassilo-Realschule festzuhalten, es könnte aber die eine oder andere Straßenbaumaßnahme gestreckt werden und auch die Umweltstation könne man ein oder zwei Jahre nach hinten schieben. Andererseits könne es auch Sinn machen, die Konjunktur anzukurbeln. Wichtig sei die Zusage des Freistaats, GVFG-Mittel und Schlüsselzuweisungen beizubehalten.

Während nach Ansicht von Frau Müller die Corona-Krise einen großen Nachholbedarf an schulischer Digitalisierung geoffenbart hat, stellte Landrat Bumeder fest, die Schulen in Trägerschaft des Landkreises seien gut durch die Krise gekommen. Es habe viele Videokonferenzen gegeben, die gut gelaufen sind, ohne dass das Netz zusammenbrach. Der Landkreis habe bereits im Vorfeld viel Geld für die Digitalisierung an den Schulen ausgegeben und jede Schule habe ihre Schulcloud. Die Kommunikation mit den Eltern habe funktioniert, jede Schule habe die Eltern erreicht. „Die Schulfamilie war bei uns ein Musterbeispiel dafür, was mit Zusammenarbeit alles erreicht werden kann“. Der Landrat lobte das Engagement der Lehrer, innovative Wege zu gehen und dazu viel Freizeit einzubringen.

Weiterer IT-Koordinator

Bumeder berichtete, dass der Landkreis derzeit eine zweite Stelle als IT-Koordinator für die Schulen ausschreibt. Mit dem IT-Koordinator stelle der Landkreis in Absprache mit den Schulen einheitliche Strukturen an den Schulen her. „Damit leisten wir uns als Landkreis eine Stelle, die die Schulen unterstützt“.

Ruth Müller sprach sich für die Vermittlung digitaler Kompetenzen an den Schulen aus. Die Erwachsenen glaubten, Kinder seien digital natives. In Wirklichkeit wüssten sie vieles nicht. Beispielsweise, wie man eine Struktur, eine Ablage schafft.

Landrat Bumeder unterstrich, dass das Gesundheitssystem der Corona-Pandemie standgehalten habe. Das Gesundheitsamt habe Tag und Nacht gearbeitet, es sei ein Vertrauensarzt für Corona eingesetzt worden. Die geplanten Operationen an den Krankenhäusern seien heruntergefahren worden, um Kapazitäten zu schaffen für Coroan-Patienten. Dies werde sich auch wirtschaftlich auf den Krankenhaus-Etat auswirken.

Die Kulturszene bezeichnete Bumeder als gebeutelt. Sie sei komplett zum Erliegen gekommen. Der Landkreis habe ausgeschöpft, was genehmigt werden kann. Nun liefen die Veranstaltungen wieder an.

Text & Bild: Winfried Walter

Homepage Ruth Müller