SPD Adlkofen

Dezentralisierung der bayerischen Hochschulen trägt zur Stärkung des ländlichen Raumes bei

Veröffentlicht am 08.05.2014 in Landespolitik

Keine negativen Auswirkungen für Landshuter Hochschule und Straubinger Wissenschaftszentrum durch den geplanten Hochschul-Standort Pfarrkirchen

Die Landshuter Landtagsabgeordnete Ruth Müller wollte in einer schriftlichen Anfrage von der Staatsregierung wissen, in wie weit die neugeplante Hochschule in Pfarrkirchen Auswirkungen auf die FH Landshut in finanzieller oder personeller Art und bezogen auf die Zahl der Studierenden hat. In der nun eingegangenen Antwort erklärt Staatsminister Spaenle, dass „Auswirkungen auf den HAW-Standort Landshut nicht zu erwarten sind“.

„Die Dezentralisierung der bayerischen Hochschulen erwies sich als Erfolg und hat zur Stärkung der ländlichen Räume Bayerns wesentlich beigetragen“, bestätigt Minister Spaenle der Landshuter Abgeordneten auf ihre Anfrage. Er gibt aber auch zu bedenken, dass „eine unüberlegte Fortsetzung dieses Weges sich gegen die Dezentralisierung selbst kehren würde, da Zersplitterung die einzelnen Hochschulstandorte schwächen könnte“ und bestätigt damit die Sorgen der anderen niederbayerischen Hochschulstandorte. Für eine mögliche Neuerrichtung einer Außenstelle sei deshalb, neben den finanziellen und personellen Rahmenbedingungen, präzise zu prüfen, inwieweit einer Außenstelle verlässlich die Schädigung bestehender Hochschulstandorte im Bereich der Studierendenzahlen, der Stellen- und Sachmittel vermeide. „Diese grundsätzlichen Überlegungen beziehen sich auch auf die Hochschule Rottal und ihre Einbindung in die bayerische Hochschullandschaft“, so Spaenle in seiner Antwort.

Müller hat außerdem erfahren, dass sich der Ministerrat voraussichtlich noch in diesem Monat mit dem weiteren Vorgehen bezüglich des Hochschulstandorts Pfarrkirchen beschäftigen wird. „Weitere Schritte sind von dieser Grundsatzentscheidung inhaltlich und zeitlich abhängig“, so der Minister. „Wir werden deshalb besonders darauf achten, inwieweit die Bedingungen, die unter anderem der Wissenschaftsrat für die Errichtung von Außenstellen nennt, erfüllbar sind“, erklärt Ruth Müller. Erfreulich sei die Zusicherung, dass es für die Studenten der prosperierende Hochschulstandort Landshut keine negativen Auswirkungen durch einen neuen niederbayerischen FH-Standort gibt, so Müller

Wissenschaftszentrum Straubing hat durch den geplanten Hochschul-Standort Pfarrkirchen keine negativen Auswirkungen zu befürchten

Über die nun eingegangene Antwort informierte Sie auch den neuen Fraktionsvorsitzenden der SPD im Straubinger Stadtrat, Peter Stranninger. Staatsminister Spaenle erklärt in seinem Antwortschreiben, dass „Auswirkungen auf das Wissenschaftszentrum in Straubing nicht zu erwarten sind, da der räumliche und personelle Ausbau dort planmäßig vollzogen wird und das Studienprofil keinerlei Überschneidungen mit dem geplanten Studienangebot in Pfarrkirchen aufweist“.

Ruth Müller und Peter Stranninger zeigten sich erfreut, dass der Wissenschaftsstandort Straubing auch weiterhin für Studierende attraktiv bleiben wird.

 

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