SPD Adlkofen

Das Wissen vor Ort auf eine breitere Basis gestellt

Veröffentlicht am 10.11.2014 in Veranstaltungen

3. Station der Geschichtswerkstatt in Rohr bracht reichhaltig Fundstücke und Besucher

Bei der „Geschichtswerkstatt 1. Weltkrieg“ am 1./2. November in Rohr wurden die Erwartungen übererfüllt. Eine vielfältige und reichhaltige Sammlung an Ausstellungsstücken brachten die Bürgerinnen und Bürger zur Ansicht und rund 30 Besucher nutzten den Tag der offenen Tür, um sich die Fundstücke aus ihrer Heimatregion anzusehen.

Heimatpfleger Hans Lankes, Archivarin Karin Hagendorn und AK- Sprecher Rainer Pasta hatten alle Hände voll zu tun, die mitgebrachten Erinnerungsstücke zu sichten und zu dokumentieren.

War es einmal die Enkelgeneration, die die Erinnerungsstücke an die Großväter präsentierte, so waren es andern Mal die Söhne – bereits in betagtem Alter – die das Erbe ihrer Väter vorstellten. Immer jedoch waren es sehr umfangreiche und vielfältige Sammlungen, die zur Geschichtswerkstatt eingereicht wurden. Hunderte von Postkarten – alle zwischen Heimat und Kriegsschauplatz hin und hergeschickt – mit den unterschiedlichsten Motiven versehen,  begeisterten die Organisatoren und Besucher. Besonders auffällig waren die Feldpostkarten, die aus russischer Gefangenschaft die Heimat Rohr erreichten. Dazu gab es reichhaltige Dokumentationen zu den Kriegereignissen in Buchform sowie Urkunden, Orden und sehenswerte Einzelstücke zu sehen. Ergänzt wurden die eingereichten Objekte durch die bereits in mehreren Vorträgen vorgestellten Fundstücke von Hans Lankes. Doch auch für den Heimatpfleger waren einige neue, unbekannte Stücke aus dem Raum Rohr dabei, was die Veranstalter besonders freute. Ist doch eines der Ziele der Geschichtswerkstatt, das Wissen vor Ort zur Zeit des 1. Weltkrieges auf eine breitere Basis zu stellen.

Hans Lankes konnte wiederum durch seine vorhandene Sammlung dazu beitragen, die Geschehnisse in der Heimat, auf die es die Organisatoren der Geschichtswerkstatt besonders abgesehen hatten, darzustellen. Eine handgeschriebene Kriegschronik eines Rohrer Bürgers erzählt nach einhundert Jahren über die Geschehnisse in Rohr während des 1. Weltkrieges.

Die meisten Fundstücke konnten von den Familienangehörigen den jeweiligen Verwandten zugeordnet werden und waren immer mit einer ganz persönlichen Geschichte verbunden, so dass die Zeit an den beiden Aktionstagen wie im Fluge verging. Die eine oder andere Frage zu den gezeigten Stücken, sowie die niedergeschriebenen Zeilen auf den Karten, konnten von Archivarin Karin Hagendorn zuverlässig beantwortet bzw. vorgetragen werden. Die Teilnehmer freuten sich über die gute Resonanz, die ihre Fundstücke hervorriefen und zeigten sich bereit, ihre Schätze auch am Abschlusstag der Geschichtswerkstatt, dem 21. Dezember, in Mallersdorf- Pfaffenberg zur Ausstellung zu bringen. Die nächste Station der Geschichtswerkstatt ist das Heimatmuseum Sünching, wo am 8. und 9. November die Bürgerinnen und Bürger eingeladen sind, ihre Fundstücke vorzustellen.

 

Bildunterschrift: Viel Zuspruch erhielt die Geschichtswerkstatt in Rohr u.a. von Ruth Müller,MdL (Mitte), Karin Hagendorn (2.v.li.), Georg Riedl (3.v.li.) sowie KSK- Vorsitzender Anton Pernpaintner (3.v.re)

Homepage Ruth Müller