SPD Adlkofen

Bestehende Infrastruktur für Energiewende nutzen

Veröffentlicht am 24.04.2014 in Landespolitik

"Kraftwerk für Energiewende nutzen"

SPD-Abgeordnete fordern in Pleinting Umrüstung auf ein Dampf-Gaskraftwerk

MdL Bernhard Roos hat gemeinsam mit den anderen niederbayerischen SPD-Landtagsabgeordneten Johanna Werner-Muggendorfer und Ruth Müller das seit 2001 in der Kaltreserve und seit 2011 endgültig stillgelegte Kraftwerk in Pleinting besucht. Mit dabei waren auch die Europaparlamentskandidatin Marion C. Winter, der Pleintinger Ortsvereinsvorsitzende Erich Fuchs und der zukünftige Bürgermeister der Stadt Vilshofen, Florian Gams.

Ziel der Sozialdemokraten ist die Umrüstung der Anlage auf ein Gas- Dampfkraftwerk. So soll die die bestehende Infrastruktur genutzt werden und die energiewirtschaftliche Relevanz der Region umweltfreundlich verbessert werden. Bei diesem Thema herrsche zwischen allen Parteien Einigkeit, auch der scheidende Bürgermeister Georg Krenn hatte für den Umbau plädiert. "Das Kraftwerk in Pleinting ist eine großartige Chance für den ganzen Landkreis und wäre die optimale und kostengünstigste Möglichkeit, eine neue, saubere Energiequelle zu schaffen", sagte Bernhard Roos.

Auch die Europaparlamentskandidatin Marion C. Winter stimmte zu: "Es sind genau solche Anlagen, wie diese in Pleinting, die zwingende Wegbereiter für die Energiewende sind." Weitere Standortvorteile seien die nahe gelegene Hochdruckgasleitung der Ruhrgas AG an der Autobahnausfahrt Hofkirchen- Eging, ein hervorragendes Hochspannungsnetz und eine passende Kühlwasserversorgung, erklärte Roos. Nur wenige andere Standorte könnten eine ähnliche Ausgangsposition vorweisen. Außerdem sei ein Gasdampfkraftwerk in der Nähe einer Kommune, wie hier Pleinting, von doppeltem Wert, weil die beim Energieprozess entstehende Wärme beim Bau eines Fernwärmenetzes eingespeist werden könnte und so die ganze Kommune beheizt werden würde.

Der große Vorteil bestünde darin, dass ein Gas-Dampfkraftwerk die Menschen auch dann schnell mit Energie versorgt, wenn die Kapazitäten bei Biogasanlagen nicht ausreichen und Wind und Sonne momentan zu wenig Strom liefern. Beim dem geforderten Verzicht auf Atomenergie führe kein Weg an Anlagen wie der in Pleinting vorbei, um weiterhin eine sichere Stromversorgung zu gewährleisten, so Roos. Ohne eine höhere Vergütung und eine Förderung der Grundinvestition sei die Rentabilität aber fraglich.

Deshalb brachte MdL Bernhard Roos dieses Anliegen auch schon bei der Bayerischen Wirtschaftsministerin Ilse Aigner und bei Bundesminister für Wirtschaft und Energie Sigmar Gabriel vor.

Auch die MdLs Johanna Werner-Muggendorfer und Ruth Müller sehen in der Pleintinger Anlage Perspektive: "Mittels einem durchdachten Konzept kann Pleinting zu einem energiepolitischen Aushängeschild für Niederbayern werden und einen enormen Gewinn für die Region bedeuten!"

 

Bildunterschrift: Haben das Kraftwerk Pleinting besucht: Erich Fuchs (v.l.), Bernhard Roos, Johanna Werner-Muggendorfer, Marion C. Winter, Ruth Müller und Florian Gams.

Homepage Ruth Müller