SPD Adlkofen

Auch Vilsbiburger Polizei braucht zusätzliches Personal

Veröffentlicht am 30.03.2018 in Landespolitik

Abgeordnete Ruth Müller wartet noch auf Antwort aus dem Innenministerium wegen festgestelltem Personalmangel

 

Wie sich beim Besuch des Ehrenkommissars der bayerischen Polizei und Landtagsabgeordneten Professor Peter-Paul Gantzer sowie der Betreuungsabgeordneten Ruth Müller aus Landshut am 29. Januar 2018 gezeigt hat, ist die Polizei in Vilsbiburg permanent unterbesetzt, und zwar um 15 Prozent. So hat die Ist-Stärke im Vergleich zum Vorjahr sogar um zwei Beamte auf 36 Beamte (Sollstärke: 38) abgenommen. Die verfügbare Polizeistärke, also die tatsächlich im Dienst befindlichen Beamten beläuft sich auf lediglich 32 Beamte. Die Zahlen wurden nun durch eine Anfrage SPD-Landtagsfraktion an das Innenministerium bestätigt und zeichnen für ganz Bayern ein Bild der Mangelverwaltung bei der Bayerischen Polizei.
 

„Dass fast 1/7 der vorgesehenen Beamten fehlen, führt dazu, dass durchschnittlich jeder Beamte 74 Überstunden vor sich herschiebt. Diese hohe Überstundenzahl ist vom Arbeitgeber nicht hinnehmbar“, so Müller. "Entgegen der großspurigen Ankündigungen der Staatsregierung, habe sich die Situation an den Polizeiinspektionen im Freistaat Bayern nicht verbessert, kommentiert Ruth Müller anhand der ihr bekannten Situation verschiedener niederbayerischer Polizeidienststellen.

In einem gemeinsamen Schreiben vom 1. Februar 2018 haben die beiden Abgeordneten nach ihrem Besuch Innenminister Herrmann gebeten, bei den kommenden Personalzuteilungen im März oder spätestens im September diesen Jahres dafür zu sorgen, dass der PI Vilsbiburg zusätzlich mindestens ein/e, wenn möglich zwei Beamte/innen zugeteilt werden, „um einen menschlicheren Dienstablauf zu gewährleisten“. Eine Antwort auf das Schreiben steht bisher aus.

"Im Gegensatz zur bloßen Verkündung von Wohltaten durch das Innenministerium, die Polizei werde personell aufgestockt, ergeben die Zahlen ein anderes Bild. Jetzt rächt es sich, dass über lange Jahre zu wenig ausgebildet werde und nun Polizisten und Polizistinnen Mangelware sind. „Wie man vor diesem personellen Engpass an den Polizeidienststellen davon reden kann, eine Grenzpolizei aufzubauen, ist mir ein Rätsel“, so Müller. Wichtiger wäre es, das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung vor Ort durch ausreichend besetzte Polizeidienststellen zu stärken und nicht Nebelkerzen zu zünden, die auf die Schnelle gar nicht umsetzbar sind.

 

Homepage Ruth Müller