Abgeordnete Ruth Müller wartet noch auf Antwort aus dem Innenministerium wegen festgestelltem Personalmangel
Wie sich beim Besuch des Ehrenkommissars der bayerischen Polizei und Landtagsabgeordneten Professor Peter-Paul Gantzer sowie der Betreuungsabgeordneten Ruth Müller aus Landshut am 29. Januar 2018 gezeigt hat, ist die Polizei in Landau permanent unterbesetzt, und zwar um 20 Prozent. So hat die Ist-Stärke im Vergleich zum Vorjahr sogar um drei Beamte auf 34 Beamte (Sollstärke: 38) abgenommen. Die verfügbare Polizeistärke, also die tatsächlich im Dienst befindlichen Beamten beläuft sich auf lediglich 31 Beamte. Die Zahlen wurden nun durch eine Anfrage SPD-Landtagsfraktion an das Innenministerium bestätigt.
„Dass fast 1/5 der vorgesehenen Beamten fehlt, führt dazu, dass die durchschnittliche Überstundenzahl der Beamten 106 beträgt“, weiß Müller aus dem Gespräch. „Diese hohe Überstundenzahl ist vom Arbeitgeber nicht hinnehmbar“, so Müller. "Entgegen der großspurigen Ankündigungen der Staatsregierung, habe sich die Situation an den Polizeiinspektionen im Freistaat Bayern im Durchschnitt eben nicht verbessert, kommentiert Ruth Müller.
In einem gemeinsamen Schreiben vom 1. Februar 2018 haben die beiden Abgeordneten nach ihrem Besuch Innenminister Herrmann gebeten, bei den kommenden Personalzuteilungen im März oder spätestens im September diesen Jahres dafür zu sorgen, dass der PI Landau zusätzliche Beamte/innen zugeteilt werden, „um einen menschlicheren Dienstablauf zu gewährleisten“. Eine Antwort auf das Schreiben steht bisher aus. Dass die Sicherheitslage in Landau trotzdem gut sei, sei dem Einsatz der dort arbeitenden Polizeibeamten und -beamtinnen zu verdanken, die Überstunden leisten.
"Im Gegensatz zur bloßen Verkündung von Wohltaten durch das Innenministerium, die Polizei werde personell aufgestockt, ergeben die Zahlen ein anderes Bild und entlarven die Mär, dass in Bayern sicherheitspolitisch alles in Ordnung sei", bemerkt Ruth Müller.