SPD Adlkofen

Antrittsbesuch bei Bürgermeister Franz Göbl in Buch a.E.

Veröffentlicht am 07.03.2014 in Landespolitik

Bild und Text: René Spanier, Landshuter Zeitung vom 3. März 2014
Für den Erhalt der Schule kämpfen
Gemeinde will sich für Bayerischen Energiepreis 2014 bewerben

 

Buch. Bürgermeister Franz Göbl kündigte in einem Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Ruth Müller an, dass sich die Gemeinde Buch für den Bayerischen Energiepreis 2014 bewerben will. Der Preis wurde vom Staatsministerium für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Energie-Forum ausgeschrieben. Der Hauptpreis ist mit 15000 Euro dotiert. Göbl begründete die Absichten damit, dass in Buch auf dem Energiesektor in den vergangenen Jahren viele Maßnahmen umgesetzt wurden.          

Bürgermeister Göbl besprach mit MdL Müller auch noch andere Themen. Ein Schwerpunkt war der Erhalt der Schule. Göbl freute in diesem Zusammenhang, dass in den Wahlflyern aller Bucher Parteien der Erhalt der Schule als ein wichtiges politisches Ziel genannt wird. Göbl und Müller bekräftigten, dass die Gemeinschaftsschule eine tolle Möglichkeit wäre, um die Bucher Schule zu erhalten. Denn hier könnten die Schüler im Ort bleiben. „Hier könnte man das Geld in die Bildung investieren statt in die Schülerbeförderung“, so Göbl. Die Gemeinde habe bereits ein Standortgutachten für eine  Gemeinschaftsschule erstellen lassen.

Ein nächster Schritt wäre, die Eltern mit ins Boot zu holen. Das Gemeindeoberhaupt kündigte an, in Bälde Info-Veranstaltungen zu organisieren. Das Gespräch drehte sich auch um den Energiesektor. Müller und Göbl bekräftigten, dass die erneuerbaren Energien ein wichtiges Thema für die Kommunen seien. Denn hier würde die Wertschöpfung am Ort bleiben. Diesbezüglich kritisierten die beiden die angekündigte „10H-Regelung“ von Ministerpräsident Horst Seehofer zur Windkraft. Sie besagt, dass der Abstand eines Windrads zur Wohnbebauung das Zehnfache der Höhe dieses Windrads betragen muss. Dies entspräche bei heute üblichen Windrädern mit 200 Metern Höhe also zwei Kilometer. Dies hätte zur Folge, dass die meisten der bereits geplanten Windkraftstandorte hinfällig wären. Auch in Buch wäre dies so: Wenn die 10H-Regelung zum Tragen käme, würde die einzige Konzentrationsfläche für Windkrafträder wegfallen. Wobei hier die Gemeinde bereits mit Planungskosten von über 10000 Euro in Vorleistung gegangen ist, wie Göbl sagte.

Ein weiteres Gesprächsthema war der Erhalt der eigenen Trinkwasserversorgung. Buch habe in diese in den vergangenen Jahren viel investiert. Müller betonte abschließend, dass ein Bestreben wäre, die Kommunen finanziell besser auszustatten. Hierbei gelte es laut Müller, die Kommunen nicht am goldenen Zügel von Fördertopf zu Fördertopf zu führen. Vielmehr sollte über eine Erhöhung der Verbundquote von derzeit 12,5 Prozent auf 15 Prozent den Kommunen die Möglichkeit gegeben werden, Finanzentscheidungen eigenverantwortlicher zu treffen. Göbl abschließend: „Man könnte mit einer besseren Finanzausstattung die Verwaltung personell besser ausstatten. Man könnte sie bürgerfreundlicher gestalten wie zum Beispiel mit längeren Öffnungszeiten“.

 

Bildunterschrift: Wollen für den Erhalt der Bucher Schule kämpfen: Bürgermeister Franz Göbl und MdL Ruth Müller.                

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