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Juso-Unterbezirk Passau informiert gemeinsam mit der AG 60+ über die Neuregelung der Sterbehilfe

Veröffentlicht am 21.04.2016 in Gesundheit

Hofkirchen. Die Diskussion über die Neuregelung der Sterbehilfe dominierte den Deutschen Bundestag im vergangenen Jahr wie sonst kaum ein gesundheitspolitisches Thema und so war das Interesse zahlreicher Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten groß, als der Juso-Unterbezirk Passau gemeinsam mit der AG 60+ zu einer Informationsveranstaltung zum Thema lud, bei der Ruth Müller, Landtagsabgeordnete der SPD in Bayern, über die Neuregelung referierte und den zahlreichen Fragen mit großer Kompetenz begegnete. 

Der erste Bürgermeister Hofkirchens Willi Wagenpfeil (SPD) freute sich zudem, das etwas andere Veranstaltungsformat in seiner Kommune begrüßen zu dürfen: "Es ist äußerst erfreulich, dass in unserer Partei Jung und Alt so gut zusammenarbeiten und gemeinsame Veranstaltungen organisieren, um sich über aktuelle politische Entwicklungen zu informieren. Wenn dies dann auch noch in Hofkirchen stattfindet, freut mich das natürlich besonders und es war mir eine Freude, die Genossinnen und Genossen in Hofkirchen willkommen zu heißen und Ruth Müller bei ihren Ausführungen zu folgen." 
Müller erläuterte gut verständlich die neue Regelung: "Von Vereinen organisierte Sterbehilfe ist nun offiziell illegal, egal ob kommerzielle Zwecke verfolgt werden oder nicht. Solche Sterbehilfevereine agierten bis dato in einer juristischen Grauzone", erklärt die Abgeordnete und begrüßt, dass in diesem Punkt jetzt Klarheit herrscht. 
Die Entscheidung über die Neuregelung der Sterbehilfe ist zweifelsohne eine moralische Abwägung und so wurde im Bundestag auch der Fraktionszwang aufgelöst, um eine Entscheidung nach dem Gewissen zu ermöglichen. Trotzdem teilt Ruth Müller den Vorschlag, der unter anderem von der Sozialdemokratin Kerstin Griese vorgebracht wurde und sich schließlich durchsetzte: "Geschäftsmäßige Sterbehilfe darf nicht legalisiert werden. Als SPD versuchen wir durch mehr Geld für Pflege und einen Ausbau der Palliativ-Medizin das Sterben an der Hand von Expertinnen und Experten und den Nächsten zu erleichtern, aber: Sterben an einer Hand, nicht durch eine Hand!", so Müller.
Abschließend bedankten sich der Unterbezirksvorsitzende der Jusos Eric Tylkowski, sowie die AG 60+ Vorsitzende Gerlinde Saller nochmals herzlich bei Wagenpfeil und Müller: "Gemeinsam mit unseren erfolgreichen Kommunal- und Landespolitikern und durch deren Impuls fällt die politische Bildung in unseren Gliederungen deutlich leichter. Wir danken ihnen für ihren Besuch zu diesem spannenden Thema und freuen uns auf die nächste Veranstaltung, gerne wieder in generationenübergreifender Zusammenarbeit!"

Homepage Ruth Müller