
Gesundheitsversorgung und ländlicher Raum
Routiniert moderierte Madlen Melzer anschließend in knapp 120 Minuten die vier Talkrunden mit den dreizehn Kandidatinnen und Kandidaten. MdL Ruth Müller legte besonderen Wert auf eine bessere Gesundheitsversorgung im ländlichen Raum.
Dies sei besonders für die Älteren wichtig. Die Gesundheitsversorgung hänge viel zu sehr von den Boom-Regionen und großen zentralen Orten ab; auch müssten wohnortnahe Krankenhäuser erhalten bleiben. Die SPD-Gesundheitsexpertin plädierte auch für eine bessere Gesundheitsprävention für sozial benachteiligte Menschen: „Nicht nur Reiche sollen länger leben.“ Zu einem gerechten Gesundheitssystem gehöre unbedingt eine einheitliche Honorarordnung für Ärzte, meine der Sozialexperte Harald Unfried. Sorgen bereitet dem Mitglied der Enquetekommission „Ländlicher Raum“ auch das Verschwinden von wohnortnahen Einkaufs- und Handwerksbetrieben.