
Schierling: Das Labertaler Dreikönigstreffen ist erfolgreich in das einundzwanzigste Jahr gestartet. Der kleine Saal im Restaurant „Top Four“ war am Sonntagnachmittag bis auf den letzten Platz gefüllt, als die Glückszahl 13 mit Kandidatinnen und Kandidaten aus sieben Landtagsstimmkreisen Niederbayerns und der Oberpfalz für die Landtags- und Bezirkswahlen im Herbst dieses Jahres erreicht wurde. Sie sprachen über Ihre Vorstellungen und die der SPD, wie Bayern für die Menschen ein Stück weit besser gemacht werden kann und was dazu in der Region zwischen Regensburg und Landshut sowie zwischen Kelheim und Straubing und Dingolfing passieren muss.
Deutlich wurde auch in den vier Talkrunden, dass die Bewerberinnen und Bewerber mit ganzem Herzen beim Einsatz für ihre Zukunft ihrer Heimat dabei sind. Die kommunalpolitische alltägliche Erfahrung ist dabei ihre Basis und wertvolle Hilfe. Auf sie und die weiteren Kommunalpolitiker und –innen unter den zahlreichen Gästen, darunter die stellvertretende SPD-Kreisvorsitzende und Kreisrätin sowie Landtagslistenkandidatin Petra Lutz aus Hemau, die Landshuter SPD-Stadtverbandsvorsitzende Anja König und die Regenstaufer Markt- und Kreisrätin Paula Wolf, trifft der Satz des Vaters der Bayerischen Verfassung und SPD-Ministerpräsidenten Wilhelm Hoegner voll und ganz zu, „dass man in der Politik am besten da wirken könne, wo einem Menschen und Dinge vertraut sind.“ Von Frust oder Depression und Untergangsstimmung, die in den Medien vielfach unterstellt wurde, war keine Spur zu sehen. „Ja. Ja, jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das SPD-Produkt“, hieß es vielmehr im Gegenteil in Anlehnung an den Hit von „GeierSturzflug“. „Aufgeschlossen, Entschlossen, Geschlossen“ lautete die Devise des AK Labertal für 2018.
Die SPD-Ortsvorsitzende und Markträtin Madlen Melzer äußerte sich hocherfreut über den zahlreichen Besuch. Sie spannte den Bogen von der Schierlinger Kommunalpolitik mit den großen Herausforderungen bei der Schaffung von bezahlbaren Wohnungen, bei der Förderung der Gesundheit durch öffentliche Sport- und Spieleinrichtungen, Klimaschutz und öffentlichen Nahverkehr, bis zur Politik in Bayern und im Bund. Die jüngsten CSU-Erklärungen ließen nichts Gutes erwarten. Unser Land dürfe nicht Neoliberalen oder Klientel-Grünen und schon gar nicht Rechtspopulisten überlassen werden. Aus diesem Grunde würde sie es begrüßen, dass die SPD ein massives politisches Schwergewicht einbringen und personell an den Schalthebeln des Landes mitwirken könne. Natürlich durfte nicht der Hinweis auf die „100 Jahre Freistaat Bayern“ fehlen, der vom Sozialdemokraten Kurt Eisner am 8. November 1918 ausgerufen worden war. MdL Ruth Müller nutzte die Gelegenheit, an das von der SPD vor knapp hundert Jahren durchgesetzte Frauenwahlrecht zu erinnern. Ihr großer Wunsch für die Zukunft: Deutlich mehr Frauen im Landtag und mit Natascha Kohnen die erste Frau auf dem Ministerpräsidentenstuhl.