© Bildarchiv Bayerischer Landtag – Rolf Poss
Infotag im Landtag zum verantwortlichen Umgang mit der Ressource Wasser
Hochwasser, Überschwemmungen und Bodenerosion – die starken Regenfälle im Jahr 2016, aber auch Phasen extremer Hitze und anhaltender Trockenheit durch die Veränderung des Klimas, zeigen: Die Wege, die das Wasser nimmt, wirken sich direkt und nachhaltig auf Umwelt und Lebensgrundlagen aus.
Wasser spielt auch in der Landwirtschaft eine wichtige Rolle. Anlässlich des Weltwassertages am 22. März präsentierte daher die Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) in Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium die Leistungsschau „Zu nass, zu trocken, gerade richtig? Wasser in der Landwirtschaft.“
„Die Leistungsschau verdeutlicht, wie wertvoll Wasser als Ressource ist“, unterstrich die Landshuter Abgeordnete Ruth Müller bei der Eröffnung der Ausstellung und wies auf Defizite, wie etwa die Abdrift von Pflanzenschutzmitteln oder die Auswirkungen nitrathaltiger Dünger, beim Umgang mit Wasser in der Landschaft hin. Hier gelte es, das rechte Maß zu finden, um nachhaltig zu wirtschaften.
„Beim Thema Wasser sind die Landwirte wichtige Akteure, und sie stellen sich der Verantwortung in diesem Bereich“, betonte Ruth Müller, die u.a. im Landwirtschaftsausschuss sitzt. Laut Landwirtschaftsminister Brunner nimmt nur rund die Hälfte der Landwirte am Kulturlandschaftsprogramm (KULAP) und dem Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) – die beiden bedeutendsten Förderprogrammen zum Gewässerschutz in der Landwirtschaft – teil. Positive Auswirkungen haben sicher der neu initiierte „Wasserpakt“ sowie das neue Düngegesetz, das letzte Woche im Bundesrat verabschiedet worden ist, so Müller, die sich jedoch klarere, verbindlichere Vorgaben zum Schutz des Wassers wünscht.
Bildunterschrift: Die Abgeordneten Ruth Müller (re.) und Klaus Adelt (Mitte) lassen sich von einem Mittarbeiter des LfL ressourcenschonende Bewässerungsanlagen erklären