Foto und textausschnitte: Laberzeitung- Freitag, 8. September 2017
Zehn Niederbayern für vorbildliches Engagement im Bereich Gesundheit und Pflege geehrt
Rosa Maria Dietl aus Atting und Sieglinde Witzlsperger aus Ergolding, beide haben zehn Jahre lang ihren Ehemann gepflegt. Sie sind zwei Beispiele der zehn Bürger aus ganz Niederbayern, die am späten Donnerstagnachmittag von Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml gewürdigt wurden. Die Abgeordnete Ruth Müller freute sich für die Geehrten aus ihren Stimmkreisen und nahm als Vertreterin des Landtagsausschusses Gesundheit und Pflege an der Ehrung in Straubing teil. Als ungewöhnlichen Ort für diese Ehrung hatte sich die Ministerin den Rettungshubschrauber-Hangar von Christoph 15 über dem Dach des Klinikums St. Elisabeth ausgesucht, der sie selber vor einiger Zeit bei einer Konferenz sehr beeindruckt hatte. Die „weißen Engel“ waren auf diese Weise zu Gast bei den „Gelben Engeln“ der ADAC-Luftrettung.
Im offiziellen Rahmen mit Ehrengästen aus der Politik, unter anderem OB Markus Pannermayr, Frater Eduard Bauer vom Krankenhausträger Barmherzige Brüder sowie Familienangehörigen erhielten die zehn Bürger, von denen sieben anwesend waren, die Auszeichnung „Weißer Engel“. Ein festliches Abendessen mit eindrucksvollem Ausblick auf die Stadtkulisse Straubings ergänzte die Ehrung für Menschen, die sonst nicht im Rampenlicht stehen und umso mehr selbstlos für andere da sind.
Melanie Huml hat jeweils sehr persönliche Worte für die zehn zu Ehrenden gefunden und auch als Ärztin ihre ehrliche Wertschätzung ausgedrückt. Der „Weiße Engel“, eine silberne Anstecknadel mit Urkunde, wird für langjähriges ehrenamtliches Engagement im Bereich der Gesundheit und Pflege verliehen und zwar einmal jährlich pro Regierungsbezirk, erklärte sie. „Die ehrenamtlich Tätigen sind Vorbilder für gelebte Mitmenschlichkeit. Sie bringen sich zum Wohle unserer Gesellschaft ein. Mit dem ‘Weißen Engel’ soll der herausragende Einsatz im Gesundheits- und Pflegebereich gewürdigt werden.“ Die Ministerin unterstrich gleichzeitig: „Der ‘Weiße Engel’ kann den aufopfernden Einsatz zwar nicht entlohnen. Aber er ist ein sichtbares Zeichen für außergewöhnliche Pflegeleistung und praktizierte Nächstenliebe.“ Ehrenamt hoch im Kurs In Bayern werde die Kultur des Ehrenamts gelebt. Allein in den vergangenen Jahren sei der Anteil der Ehrenamtlichen von 36 auf 47 Prozent gestiegen. Der Freistaat sei damit im bundesweiten Vergleich ganz vorne dabei, so Melanie Huml. Dann rief sie die zu Ehrenden einzeln zu sich ans Podium und würdigte ihr Engagement.
Bildunterschrift: Die mit dem „Weißen Engel“ Geehrten mit Gesundheits-Ministerin Melanie Huml (8.v.l.) im Kreis der Ehrengäste: Heinrich Stadler (links), Maria Straßer (4.v.l.), Gerhard Elsner (5.v.l.), Barbara Hundschell (6.v.l.), Waltraud Mitterweger (6.v.r.), Anna Stadler (4.v.r.) und Dr. Adolf Hiergeist (rechts). Für die verhinderte Helga Behler nahm die stellvertretende Kelheimer Landrätin Hannelore Langwieser (2.v.l.) die Ehrung entgegen, für Rosa Maria Dietl stellvertretende Landrätin von Straubing-Bogen Barbara Unger (7.v.r.), Ruth Müller, MdL und für Sieglinde Witzlsperger der Landshuter Landrat Peter Dreier (2.v.r.).