SPD Adlkofen

Was für ein Ticker ist ein Politiker?

Veröffentlicht am 12.07.2016 in Allgemein

Frauenbund Mamming zu Gast im Bayerischen Landtag München

Welches Betätigungsfeld umfasst die Arbeit eines Landtagsabgeordneten und wie ist dessen Tagesablauf? Dieser Frage ging der Frauenbund Mamming kürzlich nach. Die Abgeordneten Ruth Müller (SPD), Nikolaus Kraus (FW) und Katharina Schulze (Bündnis90/Die Grünen) standen den Frauen bei ihrem Landtagsbesuch Rede und Antwort. Danach genoss man die lebhafte Atmosphäre auf dem Viktualienmarkt und das Münchner Flair.

"Was für ein Ticker ist ein Politiker?" sang einst der österreichische Sänger, Komponist und Dichter Georg Kreisler. Darüber machten sich auch die Frauenbündlerinnen aus Mamming Gedanken, denen sie kürzlich nachgingen, indem sie einen Besuch im Landtag organisiert haben. Chauffiert hat den fast vollen Bus in bewährt sicherer Fahrweise Hans Loichinger. Der erste "Wow"-Effekt stellte sich bereits beim Anblick des imposanten Gebäudes des Maximilianeum, in dem der Bayerische Landtag beheimatet ist, ein. Er besteht aus 180 Abgeordneten des bayerischen Volkes, so ist es in Artikel 13 der Verfassung des Freistaates verankert. Sie verstehen sich als Anwälte der Menschen, deren Anliegen und Interessen sie im Landtag, aber auch beim Bundesgetzgeber in Berlin, vertreten.

Zur Freude des KDFB-Zweigvereins Mamming - voran Vorsitzende Marianne Buchholz - nahmen sich vorgenannte Abgeordnete Zeit, nachdem sich die Frauen mittels einer Filmpräsentation und einer Führung durch die historischen Räume Einblick verschafften. Der Rundgang führte unter anderem in den vom Galeriesaal zum Senatssaal als multifunktionalen umgestalteten Veranstaltungsraum, den Steinernen Saal, der nach dem Empfangs- und Festraum in Schloss Nymphenburg benannt wurde. Dort konnten die Frauen jeweils viele Eindrücke über die Arbeitsatmosphäre der jeweiligen Heimatpolitiker sammeln, die am Ende der Besichtigung geduldig und bereitwillig Rede und Antwort auf alle Fragen der Frauenbund-Frauen standen.

Mit großem Interesse verfolgte man die Interessensgebiete der Abgeordneten und deren Ziele, die sie mit Engagement und Idealismus verfolgen, so wie es ihren Statements zu entnehmen war. Ruth Müller zum Beispiel, die sich in ihrem Stimmkreis Landshut in hohem Maße für "Gesundheit und Pflege" sowie für "Landwirtschaft, Ernährung und Forsten" stark macht. Sie als Frau weiß sehr gut, von was sie redet, wenn es gilt im Alltag Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Die Themenvielfalt war unerschöpflich.

Gleichermaßen beim Abgeordneten der Freien Wähler Nikolaus Kraus, der als Landwirtschaftsmeister aus der Praxis kommt und deshalb als Mitglied des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz seine Erfahrungen und Ziele sowohl im Wahlkreis Oberbayern als auch im Landtag sehr wirklichkeitsnahe einbringen und vertreten kann.

Die Dritte im Bunde der Diskussionsrunde war die "grüne" Politikerin Katharina Schulze, die sich als stellvertretende Vorsitzende der Grünen Landtagsfraktion und als Sprecherin für Innenpolitik, Sport und Strategien gegen Rechtsextremismus vehement einsetzt. Verschiedene Charaktere und Geschlechter, verschiedene Parteien, verschiedene Meinungen und verschiedene Ideen zusammen zu bringen und Lösungen für Probleme herbeizuführen, ist nicht einfach, das ging aus diversen Ausführungen der Landtagspolitiker hervor. Am Ende soll man jedoch auf einen gemeinsamen Nenner kommen, um Konflikte so zu lösen, damit alle Bürger/innen, die damit konfrontiert sind, auch damit leben können. Kompromisse zu schließen, ist meist unerlässlich.

Nachdem die Köpfe der Besucherinnen aus Mamming über so viele neue Erkenntnisse rauchten, war die Einladung der Gastgeber zum Mittagessen im Lokal des Bayerischen Landtags sehr willkommen. Frisch und gut gestärkt ging es anschließend weiter zum Viktualienmarkt, der sich vom ursprünglichen Bauernmarkt zum beliebten Feinschmeckermarkt entwickelt hat, obwohl die vielen bodenständigen Standl der guten alten Zeit und die immer noch lebhafter werdende Geschäftigkeit nostalgische Gefühle weckt. Das traumhafte Wetter begünstigte die Kauflaune der Frauen, um eifrig und intensiv nach Mitbringsel für ihre daheimgebliebenen Lieben zu suchen. Dennoch kam die vielgepriesene bayerische Gemütlichkeit bei einem Bummel durch die Stadt nicht zu kurz. Manche hatten sogar noch den Elan für Besichtigungen von historischen Gebäudlichkeiten, die auf dem Weg lagen. Es bleib auch noch Zeit für ein Eis, Kaffee, Kuchen und Brotzeit. Voller schöner Eindrücke und jeder Menge Erlebnisse ging es schließlich wieder Richtung Niederbayern. Das Fazit daraus war: "Es war schön und deshalb tun wir`s wieder". Wohin die Kurzreise nächstes Mal führt? Mal sehen - es gibt viele sehenswerte und interessante Plätze in Bayern.

Text: Landauer Zeitung

 

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