SPD Adlkofen

Warum keine „Mietpreisbremse“??

Veröffentlicht am 31.07.2015 in Wahlkreis

SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller sieht Klärungsbedarf

Altdorf. „Die Bürger müssen sich das Wohnen leisten können.“ Mit dieser Aussage beschrieb die SPD-Landtagsabgeordnete Ruth Müller, die beim traditionellen Sommerfest der Altdorfer SPD sprach, das Bemühen der Sozialdemokraten auf einen Interessenausgleich zwischen Vermietern und Mietern. Dabei stellte sie auch die Frage, warum die Gemeindeverwaltung auch die zunächst für Altdorf angekündigte „Mietpreisbremse“ abgelehnt hat. „Die Mieten in Landshut, in der nun die Mietpreisbremse gilt, und den Umlandgemeinden sind fast gleich hoch.“

Erfreut zeigte sich Hans Seidl über das Interesse am SPD-Sommerfest beim „Frauenbauer“, das darauf ausgerichtet war, schon bestehende Kontakte zu Bürgern zu vertiefen und das Gespräch mit ihnen zu suchen. „Die Kommunalpolitik vor Ort ist und bleibt für die Altdorfer SPD ein großes Anliegen“, bekräftigte der Ortsvorsitzende.

Der Landshuter Raum im Einzugsbereich des Flughafens München und der Stadt München muss, so die SPD-Abgeordnete Ruth Müller, mit einem weiteren Zuzug und dadurch mit einem weiter angespannten Wohnungsmarkt rechnen. Gerade Sozialwohnungen würden fehlen. Dazu komme, dass hier auch das Rentenniveau niedrig ist und sich daher viele Mietwohnungssuchende oft eine teure, frei finanzierte Wohnung nicht leisten könnten. Deshalb appellierte die Abgeordnete an die Altdorfer, ihre Entscheidung gegen die „Mietpreisbremse“ nochmals zu überdenken.

An diese Aussagen knüpfte dann auch zweiter Bürgermeister Georg Wild an, der daran erinnerte, dass schon der einstige SPD-Bürgermeister Josef Sehofer die Entwicklung des Mietwohnungsmarktes erkannt und damit für Altdorf als einzige Landkreisgemeinde einen Mietpreisspiegel erstellen hat lassen. Auch habe Josef Sehofer, als ein Immobilien-Vermarkter in Altdorf die Mietpreise für rund 200 Sozialwohnungen erhöht hat, erfolgreich mit Hilfe der Regierung von Niederbayern eine Rücknahme der unberechtigten Mieterhöhung erreicht. „Um die Wohnungspolitik muss sich vor Ort auch die Marktgemeinde kümmern“, betonte der Kommunalpolitiker. Erfreut zeigte sich Georg Wild über die intensiven Bemühungen, dass die AWO ab dem neuen Schuljahr voraussichtlich alle angemeldeten Kinder in der Mittagsbetreuung unterbringen kann. Insgesamt sei, so der Kommunalpolitiker, eine „Ganztagsbetreuung“ für Kinder sinnvoll, nachdem hier in Altdorf schon Schulklassen mit einem hohen Migrantenanteil bestehen.

„Angesichts des Klima-Wandels, der Bebauung und der zunehmenden Oberflächenverdichtung müssen wir uns auf häufigere Überflutungen bei Stark-Regen-Ereignissen einstellen“, führte Georg Wild weiter aus. Nach seinen Worten wird aber nie ein so großes Regenwasser-Kanalnetz gebaut werden können, das oberflächliche Überflutungen gänzlich vermeiden könnte. Und nicht zuletzt erklärte der Kommunalpolitiker auf Rückfrage nach dem geplanten geothermalen Fernwärmenetz etwa sarkastisch: „Das Wasser ist immer noch warm, aber die nachhaltige Wirtschaftlichkeit ist noch nicht abgeklärt.“

 

Beim SPD-Sommerfest: (v. l.) Marktgemeinderat Michael Kapfhammer, stellvertretender Ortsvorsitzender Hans Wagner, stellvertretende Landrätin Christel Engelhard, Landtagsabgeordnete Ruth Müller, Ortsvorsitzender Hans Seidl und zweiter Bürgermeister Georg Wild.

Homepage Ruth Müller