SPD Adlkofen

Von „SODEM“ können alle lernen und profitieren

Veröffentlicht am 26.04.2013 in Soziales

Eine Kiste voller Spielsachen für das nächste Kinderfest überreichte Ruth Müller an Tuba Altuntas

MdL Isabell Zacharias und die beiden SPD-Kreisvorsitzenden Ruth Müller (Landkreis Landshut) und Dr. Bernd Vilsmeier (Landkreis Dingolfing-Landau) besuchten Vilsbiburger Integrationsverein

Nur wenige Tage nach dem großartigen Kinderfest in der Vilsbiburger Mittelschule hatte der Verein für soziale Förderung und Bildung (SODEM e.V.) zu seinem Treffen die Landtagsabgeordnete der SPD, Isabell Zacharias eingeladen. Zacharias ist integrationspolitische Sprecherin der Landtagsfraktion und war von der Kreis- und Fraktionsvorsitzenden Ruth Müller auf die vielfältige Arbeit des noch jungen Vereins aufmerksam gemacht worden.

Die stellvertretende Vorsitzende Tuba Altuntas berichtete über den langen Weg zur Vereinsgründung und über die vielen Aktionen, die in dem kurzen Zeitraum seit des Bestehens schon durchgeführt worden sind. „Wir wollen das Miteinander stärken“, so Altuntas. Den Vereinsmitgliedern sei es ein Anliegen, Barrieren und Vorurteile abzubauen und für ein positives Zusammenleben der Kulturen und Generationen einen Beitrag zu leisten. Der Verein bietet in vielerlei Hinsicht Mitmachmöglichkeiten, so Songül Kutluer (Beisitzerin von SODEM e.V.). Tuba Altuntas hilft beispielsweise bei Behördengängen für ausländische Mitbürger, da sie gleichzeitig auch im Rathaus tätig ist. Die Saz-Gruppe hat schon so manche Feier umrahmt und die Frauen des Vereins sind für ihre leckeren türkischen Spezialitäten für Buffets bekannt.

Ruth Müller und Dr. Bernd Vilsmeier, die das internationale Kinderfest besucht hatten, lobten die hervorragende Arbeit und zeigten sich beeindruckt von der großen Resonanz, die dieses bunte Fest – in Zusammenarbeit mit viele Kindertageseinrichtungen – erfahren hatte. Ein wichtiges Anliegen brachten die türkischen Mitbürger in der Diskussionsrunde im Gasthaus „Zum Schöx“ auch zur Sprache: de doppelte Staatsbürgerschaft.

„Deutschland ist unsere Heimat, wir sind hier geboren, aufgewachsen und zur Schule gegangen“, so Kenan Ertug (ein Vereinsmitglied). Doch unsere Wurzeln ragen auch in die Türkei, in die Heimat unserer Eltern und Großeltern. Und wir wollen, wie andere EU-Bürger auch, das Recht haben, zwei Pässe zu besitzen. Tuba Altuntas berichtete, dass sie trotz hervorragender Deutschnoten in den Abschluss-Zeugnissen einen Sprachtest absolvieren musste, um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen. Das sei ihr unverständlich gewesen, erläuterte sie in bestem Niederbayerisch der Landtagsabgeordneten.

Die derzeit geltende Optionspflicht sieht vor, dass sich in Deutschland aufgewachsene Kinder ausländischer Eltern zwischen dem 18. und 23. Lebensjahr entscheiden müssen, ob sie Deutsche bleiben und damit den Pass ihrer Eltern abgeben wollen. Vor allem Jugendliche, deren Eltern beide aus der Türkei stammen, sind davon betroffen. EU-Bürger haben das Recht, zwei Pässe zu besitzen. Und jeder, der mindestens ein deutsches Elternteil hat, darf ebenfalls zwei Pässe besitzen.

Ruth Müller, die für am Bundesparteitag in Augsburg teilgenommen hat, berichtete, dass die SPD in ihrem Regierungsprogramm die doppelte Staatsbürgerschaft umsetzen will. „Wir wollen junge Menschen nicht vor die Frage „entweder, oder“ stellen“, so Müller. „Wer in Deutschland lebt, der soll auch Deutscher sein, ohne sich gegen die Herkunft seiner Familie entscheiden zu müssen“, ergänzte Dr. Bernd Vilsmeier.

Filiz Cetin sprach noch das kommunale Wahlrecht an. Für sie sei es ein wichtiges Zeichen, dass Menschen, die sich in ihrer Kommune engagieren, dort leben und arbeiten, auch die Möglichkeit hätten, bei Kommunalwahlen von ihrem Stimmrecht Gebrauch zu machen.

Homepage Ruth Müller