SPD Adlkofen

Von der Imkerschule in Kaufbeuren über das Imkerdorf Seeg bis zum Lehrbienenstand in Kempten

Veröffentlicht am 09.08.2018 in Landwirtschaft & Forsten

Text: Auszug aus: Von kranken Bienen und gestressten Altenpflegern - Allgäuer Zeitung Kempten vom 09.08.2018

Wahlkampf Die SPD ist mit der imkerpolitischen Sprecherin unterwegs

 

Kempten: Was machen Politiker der SPD bei den Bienen? Sie wollen reden. Probleme anhören nennt sich das und ist vor Wahlen gang und gäbe. Am 14. Oktober ist Landtagswahl in Bayern und die Parteien starten in den Wahlkampf. Die SPD-Kandidaten aus Kempten, dem Ober- und Ostallgäu mit den Bienen. „Das Allgäu summt“. Das ist das Thema, das sich die SPD-Abgeordneten Ilona Deckwerth (Kempten-Oberallgäu, Lindau-Sonthofen, Memmingen) und Dr. Paul Wengert (Marktoberdorf/Ostallgäu/Kaufbeuren) sowie Kandidat Markus Kubatschka (Kaufbeuren) für ihre Tour mit Ruth Müller gewählt haben, die den Titel imkerpolitische Sprecherin trägt. Deutschlands größte Imkerschule in Kaufbeuren stand ebenso auf dem Programm wie das Imkerdorf Seeg und der Lehrbienenstand in Kempten.

Die Probleme mit der Varroamilbe, jenem Parasiten an Honigbienen, der die Bienenvölker befällt, hat Imker Toni Stiefenhofer an die Politiker herangetragen. Er erläutert, wie problematisch es sei, dagegen vorzugehen. Mehr Geld in die Forschung stecken, Zuschüsse zur Parasiten-Bekämpfung locker machen. Sinnvolle Beratungen anbieten nennt Ruth Müller als Lösungswege. Doch mehr als Anträge stellen könne die

Oppositionspartei im Landtag nicht. Und Anträge gebe es zuhauf, um die Lage der etwa 35 000 Imker in Bayern zu verbessern: Vom Antrag, bienenfreundliches Grünlandmanagement zu fördern über den Antrag, Glyphosat zu verbieten bis zur Forderung, die Neuimker zu unterstützen.

 

Wie es im Allgäu aussieht, wollte die SPD jetzt erkunden. Aber ist das ein Thema, das die SPD aus dem Umfragetief (laut Infratest 13 Prozent und damit ein Prozent über der AfD) holt? „Wir bleiben bei den Sachthemen“, sagen Deckwerth und Wengert. Und bei den Bienen gehe es nicht um „süße kleine Tierchen“, sondern um die Nahrungsgrundlage. Zudem „wollen wir keinen populistischen Stil“, betonen die SPD-Politiker mit Blick auf die Mehrheitspartei im Landtag: „Wir lassen uns nicht herausfordern“.

 

Bildunterschrift: Die SPD bei den Bienen: Imker Toni Stiefenhofer (von links) erklärt Ruth Müller, imkerpolitische Sprecherin, Markus Kubatschka, Iona Deckwert  und Dr. Paul Wengert (re.) den Bienenstand.

Homepage Ruth Müller