
Ruth Müller, MdL besuchte die Landshuter Keramikschule
Eine Petition im Bayerischen Landtag war der Anlass für die Pfeffenhausener Landtagsabgeordnete Ruth Müller, mit der Landshuter Keramikschule in Kontakt zu kommen. Im Nachgang der Behandlung der Petition am 14. März führte Müller die Schüler*innen mit der Schulleiterin Annette Ody durch die weitläufigen Räume des Bayerischen Landtags und erläuterte das Gebäude. Im Gegenzug besuchte sie nun die Schule, die sich über mehrere Stockwerke erstreckt und am Marienplatz in Landshut beheimatet ist.
" Wir machen mehr als nur Haferl“, so Annette Ody gleich eingangs bei der Begrüßung von Ruth Müller in der Keramikschule. Und davon konnte sich die Landtagsabgeordnete bei einem Rundgang durch das Gebäude mit dem stellvertretenden Schulleiter Rudolph Schepp überzeugen: 20 Lehrkräfte unterrichten die rund 110 Schülerinnen und Schüler aus derzeit 13 Nationen. Und gleich der erste Schüler, den Müller an einer Töpferscheibe ansprach, erwies sich als Amerikaner aus Charlotte im US-Bundesstaat South Carolina. „Eigentlich wollte ich in Berlin Keramiker werden“, berichtete Dylan. Doch in Berlin habe man ihm empfohlen, nach Landshut zu gehen. Er habe erst einmal nachsehen müssen, wo Landshut liegt und als er erkannte, dass das zum einen in Bayern liegt und die Schule andererseits international einen hervorragenden Ruf habe, sei ihm die Entscheidung leicht gefallen. Und bereut habe er sie nicht. Ob aus Japan oder Österreich – in der Keramikschule Landshut lernen angehende Keramiker alles, was sie für ein späteres Berufsleben brauchen: Ob als Designer, Künstler oder Kachelofenbauer, Auto-Modelleur, Formenbauer – zuerst müssen die Grundlagen für den richtigen Umgang mit dem Material und den Glasuren gelegt werden. Dafür gibt es auch ein eigenes Labor, in dem experimentiert wird und einen Hörsaal, in dem theoretische Kenntnisse auch zur Buchführung vermittelt werden. „Unsere Schüler und Schülerinnen lernen millimetergenaues Arbeiten, fertigen Formen für Abgüsse an, drehen an der Scheibe und stellen große baukeramische Objekte her, die dann später im Freien aufgestellt werden. Gerade entwickeln die Schüler eine Sitzgruppe aus Keramik für den Landshuter Höhenweg in einer Gemeinschaftsaufgabe. „Ihre Schule ist nicht mit anderen Schulen vergleichbar, die ich in den letzten Jahren besucht habe“, stellte Müller fest. Landshut als Keramikstadt könne sich glücklich schätzen, Heimat einer solchen Schule mit internationalem Ruf zu sein.